V i n g a n g.
1. Tim. 1, 1. Der Herr Jesus Christus ist unsre Hoffnung.
(§o schreibt Paulus. Jesus Christus, unser Herr undHeiland ist denen, die ihn kennen und von Herzen an ihnglauben sehr köstlich, ist ihnen Vieles, ja Alles, weil esdes Vaters Wohlgefallen gewesen ist, daß in ihm alleFülle wohnen sollte. Er ist ihre Weisheit und Gerechtig-keit, ihre Heiligung und Erlösung, ihr Trost und Ruhm,ihre Stärke und ihr Friede, aber auch ihre Hoffnung.Kein Wunder, daß sie ihn über Alles schätzen und lieben,und doch mit ihrer Hochschätzung, Liebe und VerehrungJesu nimmer zufrieden sind, sondern immer völliger darinzu werden wünschen.
Er ist ihre Hoffnung. Sie wissen, daß sie als gefalleneGeschöpfe, als Sünder und Uebertreter der göttlichenGesetze ohne gegründete Hoffnung zur ewigen Seligkeitseyn würden und hoffnungslos verloren gehn müßten, wennJesus nicht wäre, wenn er sich ihrer nicht angenommen,sie mit Gott versöhnt, ihre Sündenfchuld getilgt, Lebenund unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hätte. Abernun er ihr Stellvertreter geworden ist und sein Leben zumLösegeld für sie gegeben, sich ihnen bekannt gemacht undsie zum Glauben an seinen Namen gebracht, sie geliebetund gewaschen hat von ihren Sünden mit seinem Blut: nunhaben sie Hoffnung zur Gnade Gottes, zur Erlösung vonallem Uebel, zum ewigen Leben und zur himmlischen Herr-lichkeit, ohne daß sie zu fürchten brauchten, bei dieserHoffnung je zu Schanden zu werden.
/