zukünftige Leben nach sich ziehet. Wer weiß es nicht,welch ein Glück, Segen und Freude gutgerathene Kinderfür ihre Aeltern sind, aber auch, wie viel Gram, Kum»mer und Herzeleid mißrathene Kinder ihren Aeltern ver»Ursachen? Evangelische Belehrungen über die Pflichtenderselben gegen einander und Ermunterungen zur treuenErfüllung derselben müßen daher allen Christen angenehmund wichtig sein.
Viele unter uns haben zwar ihre Zugend »Jahre zu»rückgelegt und gehören nicht mehr zu den Kindern, zuden Söhnen und Töchtern, die noch unter der Aufsichtihrer Aeltern und Vorgesetzten stehen. Aber alle sind siedoch Kinder gewesen und können sich bei dieser Gelegen»heit erinnern, wie sie ihre Jugendjahre zugebracht undsich gegen ihre Aeltern betragen haben, ob sie nicht Man»ches zu bereuen haben und für ihre Versäumniß und Ver»gehungen Vergebung bei Gott gesucht und gefunden ha»den. Wiele haben Kinder oder gehn doch mit Kindernum und bekommen durch diese Betrachfung Anlaß, sie andas zu erinnern, was Gottes Wille und Befehl an sie ist.Alle erlangen dadurch Aufforderung, für die Kinder zu be»Ihen, daß Gott ihnen seinen h. Geist gebe und durch den»selben sie regiere. Denn daß unsere Jugend in der Gottes»furcht aufwachse und für den Herrn gedeihe, ihm zurEhre und ihren Aeltern zur Freude werden, damit es lh»nen hier und ewig wohl gehe, das muß doch unser allerWunsch sein. Gott gebe, daß auch die gegenwärtigeVorstellung dazu Vieles beitrage, wenn wir nach Anleitungunsers Textes
I. die Pflichten der Kinder gegen ihre Aeltern be»trachten und
II. die dringenden Beweggründe zur Erfüllung dieserPflichten.