Druckschrift 
2 (1852)
Entstehung
Seite
311
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Nähert Mischka sich dem BräutigameUnd er spricht mit bückendem Verneigen:Möcht' es Eurer Herrlichkeit gefallen,

Eh' die frischen Tänze hier erschallen,

Mich zu hören erst ein Solo geigen.

Damit möcht' ich Eure Gunst erwerben:

Hab's zu Eurem Ehrentag erfunden,

Schön ist's, Herr, so herzlich tief empfunden,Das; vor Lust der Hörer möchte sterben."

Seh gewährt der Bitte," spricht der Graf,Den das Auge des Zigeuners traf,

Hell, wie eines Seeleudolches Blinken,Spiele, sollst dafür Tokayer trinken!"

Stille wird der Saal, wie Mira's Gruft;Alles hat um Mischka sich geschaart,

Und er läßt den Bogen, frisch behaart,

Wie versuchend, sausen durch die Lust.Plötzlich streicht er durch die Saiten alle,

Und durch alle Herzen, schnell bemeistert;Seine Geige in der FreudenhalleHat zur Rachegöttin sich begeistert.

Frevler! horch! in diesem süßen LiedeSäuselt und verweht der Unschuld Friede.