Druckschrift 
2 (1852)
Entstehung
Seite
309
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M)

V.

Mira wird mit jedem Tage blasser,

In den tiefsten Wald, ans WaldesbahnenFlieht sie, wenn der Marosch laute WasserSie zu schmerzlich jener Nacht gemahnen.

Mischka klagt, doch fern daß er verdamme

Frei und heilig gilt des Menschen Liebe.

Weinend sinkt sie oft am stillen TeicheBor den Göttern hin um Trost und Hilfe;Und so fand man sie, das starre, bleicheAntlitz eingedrückt dem grünen Schilfe.

Und der Jüngling, der ein Herz gebrochen,Läßt ein andres schon an seinem pochen.

Seines Kindes unglücksel'ge Triebe,

Weil bei ihn: und seinem wilden Stamme

Mischka stiehlt sich in den Stall des GrafenMitternachts die müden Knechte schlafen