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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
379
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auf seinem gewaltigen Schlachtrosse und an der Spitze einesaus Reitern und Fußgängern bestehenden Truppencorps denPaß zu ersteigen begann. Die Furcht, abgeschnitten zu wer-den, vcranlaßte die Geächteten, ihre Zuflucht zu ihrer letztenKriegslist zu nehmen; fle verließen daher ihre Walliser Pferde,flüchteten sich in die Felsen, und vereitelten so durch ihre über-legene Schnelligkeit und Gewandtheit, im Allgemeinen gespro-chen, die Versuche ihrer beiderseitigen Verfolger. Alle vonihnen jedoch waren nicht gleich glücklich, denn zwei oder dreifielen in die Hände der Flamänder, unter andern auch der-jenige, der Evelinens Kleider hatte anlegen müssen, und der,wie es sich jetzt zum großen Mißvergnügen seiner Verfolgerzeigte, nicht die Lady war, die sie mit so großem Eifer zubefreien gesucht hatten, sondern ein schön gelockter, jungerWalliser, dessen wilde Blicke und unzusammenhängende Redenvon einer verwirrten Einbildungskraft zu zeugen schienen.Dieß würde ihn jedoch nicht von einem augenblicklichen Tode,dem gewöhnlichen Loose derer, die in solchen Gefechten gefan-gen genommen wurden, gerettet haben, hätte nicht Damiansschwacher Hörnerklang dessen Leute zurückgerufen, und auchWilkin Flammocks Trupp die Rückkehr geboten; denn in derVerwirrung und Hast, mit der sie dem Zeichen gehorchten,hatte der Gefangene durch das Mitleiden oder die Nachlässig-keit seiner Wächter das Glück, zu entkommen. Sie hättenauch in der That wenig von ihm erfahren können, selbstwenn er geneigt oder im Stande gewesen wäre, ihnen Auf-schluß zu geben. Alle waren hinlänglich überzeugt, daß ihreGebieterin einem Hinterhalte in die Hände gefallen sei, denihr Dawsyd, der Einäugige, ein gefürchteter Freibeuter jenerZeit, gestellt habe, um ein großes Lösegeld für die gefangeneEveline zu erheben. Empört über diese freche Vermessenheit,