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Fünfundzwanzigstes Kapitel.
Die Luft ist unser Reich;
De» Vogel, der uni lockt, fängt uni der Falke gleich.
Nandolph-
An einem Hellen Septcmbermorgen war der alte Raoulbei den Käsigen beschäftigt, in denen er seine Falken hatte.Er brummte beständig in sich hinein, während er den Zustandeines jeden Vogels prüfte, und klagte abwcchslungsweise dieSorglosigkeit des Unterfalkenier, die Lage des Gebäudes, dasWetter, den Wind, kurz Alles um sich herum, der Verhee-rungen wegen an, welche Zeit und ungünstige Umstände inder vernachlässigten Falkncrei von Ksräe äoloureu8e angerich-tet hatten. In diese unangenehme Betrachtungen verloren,ward er durch die Stimme seiner thcuern Gattin, DameGillian, überrascht, die sonst selten so frühe aufstand, und ih-ren Raoul noch seltener in seinem eigentlichen Herrschgedietebesuchte. »Raoul, Raoul, wo steckst du, Mann?" — rief sie.„Muß man dich immer suchen, wenn du etwas für dich odermich gewinnen kannst?"
»Und was willst du, Weib," rief Raoul, ärger schreiendals die Seemöve vor dem Regenwetter. »Der Henker holedein Geschrei! Es stöbert mir ja jeden Habicht von derStange weg."
„Habicht," antwortete Dame Gillian; „ist es wohl Zeit,sich mit Habichten zu schaffen zu machen, wenn die bestenFalken, die je an Seen, Bächen oder auf Wiesen flogen, hierzum Verkaufe ausgestellt sind."