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24 (1852) Die Verlobten
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bediente, um den Schutz, den sie ihr in manchen Drangsalenso gnädig verliehen hatte, in Ausführung zu bringen.

EvelinenS Geist empörte sich gegen die Beschränkungen,die ihrem Verkehre auferlegt waren, als gegen Etwas, dasvon Verdacht und Herabwürdigung zeugte, gleich der gezwun-genen Abgeschiedenheit, der, wie sie gehört hatte, die Ungläu-bigen des Morgenlandes ihre Frauen unterwarfen. Warumsollte sie ihren Beschützer bloß in den Wohlthaten sehen, dieer ihr erwies, und in der Fürsorge, die er für ihre Sicherheittrug ? warum sollte sie seine Gesinnungen nur aus dem MundeAnderer vernehmen, als ob der eine Theil von ihnen mit derPest oder irgend einer sonstigen ansteckenden Krankheit, dieihr Zusammentreffen für den andern Theil gefährlich gemachthätte, behaftet gewesen wäre, und wenn sie gelegenheitlichzusammentrafcn, was anders konnte wohl die Folge davonsein, als daß die Sorge eines Bruders für eine Schwestereines treuen und freundschaftlichen Beschützers der Braut sei-nes nahen Verwandten und geehrten Beschützers die me-lancholische Abgeschiedenheit von karste stoloureuae einer sojungen Person, die, obschon durch die gegenwärtigen Umständeniedergeschlagen, doch von Natur heiter und fröhlich war, er-träglicher machen mußte.

Allein obschon diese Schlußfolge Evelinen in der Einsam-keit so natürlich und überzeugend schien, daß sie mehrmalsbeschloß, ihre Ansicht hierüber Rosa Flammock mitzutheilen,so fürchtete sie doch, so oft sie in die klaren und ruhigenblauen Augen des flamändischen Mädchens blickte und sicherinnerte, daß sie mit ihrer wankellosen Treue eine jeder Rück-sicht trotzbietende Aufrichtigkeit und Freimütigkeit verband,sie möchte sich in der Meinung ihrer Begleiterin einem Arg-wohne aussetzen, von dem sie ihr Gewissen lossagte, und ihr