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24 (1852) Die Verlobten
Entstehung
Seite
170
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ist er, wie ich hoffe, der Werbung Eures demüthigen Dienersnicht ganz ungünstig, da die gute Aebtisstn schon seit langenJahren meine geehrte Freundin ist." Hierauf wandte er sichzu Rosa, die im Begriffe stand, mit ihrer Gebieterin das Zeltzu verlassen-

Hübsches Mädchen," sagte er, ihr eine goldene Kette an-bietend,laß dieses Halsgeschmeide deinen Nacken umwinden,und deinen guten Willen erkaufen."

Mein guter Wille kann nicht erkauft werden," sagte Rosa,die ihr angebotene Gabe zurückweisend.

Nun denn, dein schönes Wort," sagte der Constabel, ihrdas Geschenk wiederum aufdrängcnd-

Schöne Worte sind leicht zu erkaufen," sagte Rosa, dieKette von Neuem zurückweisend,allein sie find selten dasKaufgeld werth."

Verachtest du also mein Geschenk, Mädchen," sagte deLacp,es hat ehedem den Nacken eines normännischcn Grafengeschmückt"

So gebt es denn einer normännischen Gräfin," sagte dasMädchen;ich bin blos Nosa Flammock, des Webers Tochter;ich spare meine guten Worte und gebe sie blos, wenn meinguter Wille dabei ist; und eine Kette von Messing wird mir,denke ich, so gut stehen, als eine von geschlagenem Golde."

Still Rosa," sagte Eveline,es ist recht muthwillig vondir, daß du so mit dem Lord Constabel sprichst und Ihr,Mylord," fuhr sie fort, «erlaubt mir, mich zu entfernen, daIhr jetzt meine Antwort auf Euren Antrag vernommen habt.Ich bedaure sehr, daß er nicht minder bedenklicher Art war,damit ich ihn auf der Stelle hätte annehmen und Euch someine Dankbarkeit für Eure mir geleisteten Dienste bezeugenkönnen."