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11 (1847) Kleine Romane und Erzählungen : mit sechs Stahlstichen
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Der Universalerbe.

Der alte Greif, der ganz und garVor Geiz verrückt geworden war.

Lag ächzend in den letzten Zügen,lind sandte plötzlich zum Notar,

Um über seine große SchaarGefangner Füchse zu verfügen.

Der Rechts,nann trat geschwind hereinUnd fragte: »Wer soll Erbe seyn?«

Herr Greif erhob sich bleich und hagerWie ein Gespenst auf seinem Lager,

Warf seine Hohlen Angen stierHerum auf seine todtcn Schätze,

Und sprach: »Mein Herr, ich muß von hier,Drum se>> mein HanS bestellt! Ich sehe,

»m Hab und Gut nicht zu zcrstreun,

Mich selbst zu meinem Erben ein."

Das Spiel am Grab.

Auf ihrem schönen Schlosse lebteDie reiche Gräfin GeyerSklauSv karg wie eine Bctreifrau.

Sie näht' und strickte, spann und webteSogar mit hoher Hand ums Lohn,

Und fürchtete des Todes Drohn(Denn sie war achtzig Jahre schon)

Nur darum, weil die Svrgenbürde,

Was ihr Begräbniß kosten würde,

Ihr fort und fort den ganzen TagWie Felsen auf dem Herzen lag.

Urplötzlich rührte sie der Schlag,

Und stammelnd ward von ihr befohlen,Den Prediger des Dorfs zu holen.