Druckschrift 
10 (1853)
Seite
432
Einzelbild herunterladen
 

flärung unb ©ornrthetlloftgfeit gilt. 2Bte in bcn altern Setten,fo ift auch in unfern Seiten unb tn alten Sänbern nichts fo fe^r©chulb an ber Stobhett unb bcnt Slbcrglauben, an ber ©chroär*nrerei, an bcnt Fanatismus, an ber ©ittenlofigfeit unb bent£eibenthunt, an ber Steltgtonöocracbtung unb bcnt Unglauben,als bte ©erberbthcit, ©chlaffhcit, Itmoiffenheit unb Seibenfchaff*Itc&feit öfelet fPrieftcr unb ©ciftlichcn. Sticht bte Siebe jtt (Sottunb göttlichen Singen, nicht bie ©elmfucht, ©celen 311 rettenunb gu ©ott ju führen, nicht bie eblc Segterbe, als Sorbilbcranfpruchlofer £ugenben Ihre ©emcinbett ju allem ©Uten unb©chönen ju begeiftern: mit einem 2 Bort, nicht baS £>erj jieötfte tn ihr apojiolifcheS 2lmt, fonbertt meiflenS bie Hoffnung be*quernen SebcnS, hinlänglichen SlustominenS, fetter gjfrünben,ber 2lmoartfchaft auf höhere Gehren, ©iele treiben ihren Serufmit heimlichem SSBtbernntlcn, ahnen beffen Umfang unb herrlich'feit nicht, unb benetben bie ©efchäftigung weltlicher ©tänbe.Slnbere treiben ihn gleichgültig, Pflicht* unb oorfchriftmäßig, toieber £anbtoerfömann fein £anbmerf; glauben bamit genug gethanju haben, wenn fte ihre fogenannten SImtSgefchäfte regelmäßigabthun, unb toiumen fteß fltcbcnbcfhäftigungcn, bte ihnen Sieb*lingöfachen werben, ober mifeben fiel; in weltliche £änbcl, forgenfür bte Kirche, aber nicht für baS ©hrifienthum, unb trachten,ftch ein tleineS Süeich tn biefer SBclt ju machen, aber nicht baSSteich ©ottes tn ihren ©emeinben bureß Sßort unb SLßat, öffent*ließ unb heimlich, in ben Kirchen unb in bcn gtäufern ju be*förbern.

2 Bie eines $bctls bet einer großen Saßl ber ©eiftlichcn fo»iel Unwfirbigtett unb jfältc geblieben ift, anbern Sheils aber auchSrreltgiofttät unb Unglauben neben ber oerachtungStoürbigfien ©e*fchaffenheit »ietcr ©eiftlichen fortbauern muß, bleibt baS ctbige