barunt fei«, teer £anb anlegte an bie SWengc? 2Bar fein SBintnicht fchon genug, baß bie begeiferten SBotfß^aufen, bie ihn be*gleitet hatten, baö SBerf bolljogen?- ©arurn mar es nicht min»ber Orr, bcr eö gethan hatte. Sie mürbe man, ohne fein 2Bort,ben hunbcrtjährigen ÜWifbrauch bemerft ober angetafet haben.Ucbcrpaupt tragen gefchmacttofe Silber tciber fefm biel ju un=rcürbigcn Sorfeltungen bei, bie heutiges £ageS noch im 3Sot£»on bcr fferfon beS ©rtöferS gemein ftnb. 2Btc gut märe cö,roenn man fte, gleich wie anbere thöricpte ©arf efungen aus berheiligen Oefchictjte, »ermeiben ober entfernen tonnte; mie 5 . S.bie ©arfetlung ©otteS, beS Unenblichen, beS SUImächtigen, inber ©efatt eines fangbärtigen, bon Sllteröfchmäche gebrüllten©reifes.; ober bie Slbbitbung bcr Steufel, mclche nie ein ©tcrb*Itcfjer gefehen, in fcheuftltchen, efcfhaften Ungeheuern, ffiahrfich,bu follf bir fein irbifdjeS Sitb bon ©ott machen; fchon SSofeSberbot es, jur Verhütung beS Stberglaubenö unb ber Abgötterei! —SSenn aber ber gemeine, übet belehrte £aufe beS SSofteS nochin unfern ©agen bie roheftcn SSorftettungen bon ber ©ottpeitober bon ben greuben ber ©elfgfett hat; menn er mit ben Sin*fchauungcn, bie man ihm bon überitbifcpen ©egenfänben macht,mahrhaft heibnifcpe Segrtffe unb Abgötterei treibenbe Slnbacht»erbinbet: mer i|t anjuflagen ? ©inb es nicht bie, metche bemSol! borgefefjt ftnb ? nicht bie, metche ben Kirchen borftehcn,unb burch ©emohnheit gegen bas Slnföftge gleichgültig gemor*ben ftnb, fo mie gegen beS getäufchten SolfeS elenbe SorfellungS»art göttlicher ©aChen? gürmahr, ftnb unfere Stempel ©otteS nichtmehr bon Käufern unb Serfäufern, ©elbmechslern unb tauben»främern ju reinigen: fie finb eS oft öon meit unanftän*btgern unb fchäblichern ©ingen. STOein |>auS fotl einSetpauS fein, unb nicht eine üKörbergrube beS gefunben SKenfchen*»erftanbeö unb erhabener ©efühle.
Druckschrift
9 (1853)
Seite
413
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