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9 (1853)
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©bttlichen an! £>angc nicht mit bcincr ©cele an btefer sprayt,an biefetn (Selbe, an biefem behaglichen Sehen; fonbern willfibu »ollfommcn fein, »erbe bir Sttleö begleichen gering; gehehin, »erfaufe was bu halt, minberc bie allgemeine 9toth bannt,fammle bir ftatt beffen ©chäjje ber Ewigfeit unb folge mirnach!" fo lächelten ffe wohl mitlcibig auf ihn nteber, obergingen nicbcrgcfchlagcn »on i|mt »eg, »ie jener reiche Jüngling,ber ihn gefragt ^atte: »ab fehlt mir benn noch? (fWattf). 19, 20.)

So urteilten bie mctflcn ber bamatigen Sftenfchcri, bie 3efumerbtieften unb nicht näher fannten. SBeit fc^nctbenbcr »ar nochbaö Itrtheil bercr, bie ihn »on ^tnbheit auf gefehen Ratten, biemit ihm erjogen »aren. ©ie erftaunten freilich über feine hohemEinftchfen, aber eben bieS »crurfachtc ihnen unangenehme Empfimbungen. SSBie »ill ber mehr fein, als »ir? Sffer nicht Unferngleichen, unb er maßt ftch an, unfer SWeiftcr ju heifen? SBohetlommen ihm folcpe SBeiöhcit unb Späten? 3ff er nicht cineö3immermannö ©ol;n? f>ci|jt nicht feine fKutter Stfarta? unbfeine Sriibcr 3afob unb 3ofeö, unb ©imon unb 3ubas? Unbfeine ©ch»c|tcrn, ftnb fie nicht alle bei und? SBohcr fommtihm benn baS 2Weö? (TOattl;. 13, 54 56.)

©o »urbe 3efuö beurteilt. Er witfite eS. Er lannte feinSoll, er fanntc fein 3eitalter. 5Doch bieö machte ihn in feinem©otteswerf nicht zweifelhaft. Er fchritt muthig fort, unb in»ollfommener Uebcreinfitmmung feiner Slnftcpt beS 3eitalterS,jeneö nichtswürbigen ©toljeö, jener herrfchenben ©ucht nach 2ln=fehen, Ehren|lellen, grofem Vermögen unb SBohlleben, jener©leichgtiltigfeit gegen baö ©ötfltche, jener SSoruvtheile gegenSlrmuth unb fwrfunft, jener fallen Meinungen »on bem, wasfür baö jübifche fßolf ein fKcfjtaö fern müffe, erwählte er feine3ünger. Er wählte einfache, uneerborbene, fchlichic Spännet,in beren gefitnbem Körper ein gefitnber ©inn wohnte.