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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Christus durch sein göttliches Wort au den fortwährende», beinahezweitausendjährigen Mördereien, Völkerunterj,ochungen und Länder-theilnngen der allerchristlichen Europäer schuldig ist. Moses undMnhamet hatten in dieser Hinsicht andere Grundsätze und warensich darin näher verwandt, als jene beiden. Sie gaben ihrenBekennern im Namen Jehova's und Allah'S das Mordschwert indie Hand, Andersgläubige zu vertilgen. Aberste gaben auch ihrenVölkern, mit dem Glauben, zugleich Priestcrschaft und kirchlicheEinrichtungen.

Bei der Entartung oder vielmehr priesterlichen und politischenVerunstaltung vom religiösen Lehrbegriff Nahaks, war es keinWunder, wenn die sanften Sitten der Hindus wilder wurden;wenn ste starke Getränke und die Ausschweifungen der Wollustnicht flohen. Aber wohin sind wir denn im christlichen Europa mitnnsern Sitten gekommen? WilkinS und Malcolm können sichnicht erwehren, mit einer gewissen Hochachtung von den SeihkS zureden. Wenn einer der Sing'S vom Indus eine Reise durch Europamachen würde, und die Barbareien unserer Verfassungen, dieKirchenlehren unserer Akali's, die Sitten unserer Völker, dle ent-setzlichen Geschichten der europäischen Menschheit seit Christi undder Cäsaren Zeiten studirte: würde er von uns mit größerer Ach-tung zu seinen Landsleuten sprechen können?

Die ewigen Parteien.

Die Ungeheuern, zuweilen ans Fabelhafte streifenden Begeben-heiten unsers Zeitalters sind wohl aus tiefer» und heiliger» undentfernter» Quellen hervorgeflrömt, als der große Haufe der Zeit-genossen ahnet oder glaubt, und der große Haufe der Staatsmänner