Druckschrift 
35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
Entstehung
Seite
295
Einzelbild herunterladen
 

wollte durch sie glänzen. Er suchte ihren Umgang, sogar mitAengstlichkeit suchte er ihn. Er erzählte ihnen selbst alles, waser that und nicht that, »nd die Gründe dazu, damit ihr histori-scher Griffel ihn ja nicht ans irgend eine Weise bei der Nachweltverunglimpfe. Was half's ihm? Die Nachwelt richtet, wir wisscn's,ernst und furchtbar. Weder der Weihrauch am Hofe der Kaiserbenebelt, noch schreckt sie die eiserne Stimme ihrer Kriegsmacht.

Eine seiner besten Marimen war die, hätte er sie nur immergeübt! daß er die offen gewordenen Acmter nie dem Intrigantengeben wollte, sondern dem ächten Verdienst. Sv sagte er, als ereinst jemandem die Oberbefehlshaberstelle seiner prätorischen Leib-wachtcn aufdrang:Staatsämtcr muß man denen crth ei-len, die sie ablehncn, und nicht denen, die darumbuhlen!" Es hat sich freilich seitdem vieles in Sitte undDenkart geändert.

In Marimen war Alerander überhaupt groß. Man weiß vonseinen Biographen, daß er, obgleich Heide, den schönen SpruchEhristi: Was du willst, das dir die Leute thnn sollen,das thue ihnen auch! nicht nur, so oft Nebelthäter zum Nicht-platz geführt wurde», durch den Herold öffentlich ausrufen, sonder»sogar zur Inschrift öffentlicher Gebäude und seines eigenen kaiser-lichen Palastes machen ließ.

Lord North und Admiral Rodney.

Gewiß recht wünschbar wäre, wenn ein Mann von Belesenheit,prüfendem Blick, Geschmack und Geist, die in vielen oft weitlänf-tigen Lebensbeschreibungen oder Denkwürdigkeiten zerstreuten, tref-fenden Züge merkwürdiger Personen nnscrs Zeitalters sammelnund znsammcnstellen wollte. Die Zusammenstellung müßte aber ein