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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Söhne hinrichten ließ, weil sie gegen die Republik in Verschwörunggetreten waren, weiß noch Jeder. Aber von dem Heldensinn desArthur Capel wissen Wenige mehr, und doch wäre es in unfernTagen manchem Festungs-Kommandanten gut gewesen, sie gewußtzu haben.

Arthur Capel, Baron von Hamdan, war Gouverneur vonGlocestcr, als Fairfar, Feldherr der Parlamentstruppen, diesenPlatz tm Jahr 164S belagerte. Da Arthur nichts von Uebergabehören wollte, ließ er dessen Sohn holen, der in London studirte,um den Vater zur Ergebung zu bereden. Allein der siebenzehn-jährige Jüngling weigerte sich gegen Fairfar und sagte:MeinVater weiß besser, was er zu thun hat. Er bedarfdes Rathes eines Kindes nicht." Erzürnt ließ Fairfarden Jüngling bis zum Gürtel entkleiden, vor die Wälle vonGlocester führen, und den Vater rufen. Dieser trat auf denWall, sah seinen Sohn halb entblößt, und zehn Kriegsknechte,die Schwerter gegen den wehrlosen Jüngling gezuckt.MachtEuch gefaßt," rief einer von Fairfarcns Hauptleuten ihm zu,ent-weder übergebet Ihr Glocester, oder Ihr seht das Blut EuresSohnes stießen i" Schaudernd sah der Kommandant auf seingeliebtes Kind, dann auf die ihm vertraute Stadt. Dann schrieer vom Wall hinab:Auf, auf, mein Sohn, gedenkeGottes und Deines Königs!" Dreimal rief er dieseWorte, wandte sich um, ging in die Stadt zurück, und ermahnteseine Hauptleute, standhaft zu bleiben, nicht um seinen Sohn zurächen, sondern den König.

Aehnlich dieser Handlung war die That des Jean Blanc,eines vornehmen Bürgers und ersten Konsuls zu Perptgnan,als diese Stadt im Jahr 1474 von den Franzosen belagert wurde.Bei einem Ausfall gerietst sein Sohn in feindliche Gefangenschaft.Die französischen Generale ließen dem Verthcidigcr von Perptgnan