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35 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 8 (1854)
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Merkwürdiger Fund. -

Wo irgend ein Elcphantenzahn, oder das Geripp eines wilde»Thieres, das jetzt in Afrika heimatlich ist, in Europa gefundenwird, macht man davon ein Aufhebens, das die ganze Sache viel-leicht gar nicht verdient. Was will man am Ende damit beweisen?Daß das europäische Klima einmal heißer als jetzt gewesen sein,oder die Stelle, wo London oder Paris stehen, einmal unterder Linie gelegen haben könne?

Interessanter für die Geschichte der Menschheit ist es wohl,wenn man in frischcntdcckte» Ländern, wie Amerika, das InnereAfrika'-, oder Südindien, unverkennbare Spuren europäischer Kunstfindet.

Nachdem Gonzalo Vello die Azoren entdeckt hatte, schicktePrinz Heinrich von Portugal im Jahre 1461 die ersten Kolonienzur Bevölkerung der unbekannten Inseln dahin. Da fand man aufCuervo, einer der Azoren, unverhofft eine wohlgearbeitete, nochanfgerichtctc Statue. Ein Reiter, von einem Mantel nmhüllt,aber mit entblößtem Haupt, saß zn Pferde, mit der Linke» hielter des Rosses Zügel, mit der Rechten deutete er gegenSonnenuntergang. Unterhalb der Statue standen in einemFelsen einige Buchstaben cingegraben, die aber Niemand zn lesenwußte.*) Wie bei Gründung des Kapitols einst das gefundeneMenschenhaupt eine Vorbedeutung der römischen Weltherrschaftsein sollte, schien diese Bildsäule mit ihrer Hand zur EntdeckungAmerika'- hinzuwinkcn.

Wer hatte sie hinterlassen und dahin gepflanzt? Phönizier,Karthaginenser? Wohin ist sie endlich gekommen? Hat Niemandeinige Aufmerksamkeit dieser Bildsäule gewidmet, welche noch über

krevost. trist. Aon. cke vox. Paris 1748, 1. Th, S, 32.