fenen Lombardei. Das Volk daselbst hatte schon am IS. Hornungden helvetischen Freiheitsbaum aufgcrichtet, und am zwanzigstenTag desselben Monats unter freiem Himmel geschworen, „schwei-zerisch zu bleiben und die katholische Religion zu behaupten." —Eine provisorische Negierung übernahm von nun an die öffentlicheVerwaltung, unter dem Namen eines Volks-Ausschusses.
Die Cisalpinischen, sie schmückten sich mit dem Namen derPatrioten, konnte» nicht gelassenen Muthes tu ihrem Lager zuCampione die Vereitelung ihrer Entwürfe überall ertragen.Was ihnen in Lugano nicht gediehen war, sollte in Mcndrisioerrungen werden. Sie sandten drei Jünglinge aus ihrer Mitte,den Giov. Battista Qnadri von Lugano, den FelicianoPasta von Mendristo und den Biondi vonBlenio, am 22. Hor-nung an den Volks-Ausschuß der Mendrisotten, und begehrten,durch eine Botschaft an das cisalpinische Direktorium die Einver-leibung der Landschaft Mendristo in die neue Republik Italiens zuerbitten.
Wenige Stunden, nachdem die Abgeordneten wieder Mendristoverlassen hatten, zog die Schaar der Cisalpinischen mit fliegendenFahnen und schlagender Trommel in den Hauptort und pflanztendie'cisalpinische Kappe auf.
Doch der Triumph dieser Abenteurer empörte das Volk. DieSturmglocken heulten. Kämpfend drangen die Landleute in denFlecken ein. Aber heimtückisches Feuern von den Dächern undFenstern trieb sie zurück. Von den Patrioten verfolgt, hinterließensie denselben ihre Verwundeten und Todten. Die Sieger brand-schatzten das Land.
Als Lugano die Geschichten vernahm, schickte es seinen Nach-barn Hilfe. Zu den Luganesen gesellten sich die erzürnten Men-drisotteu. Sie begegneten der Schaar der Patrioten bei Cavali,schlugen und verfolgten sie weit über Mendristo hinaus.