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retti von Lugano, war in diesem Handgemenge erschossen, undsein Blut das erste, welches der Freiheit willen stoß.
Während die Cisalpinischcn nach dem Dörflein Campione ru-derten, welches unter mailändischcr Gerichtsbarkeit, rings vonschweizerischem Gebiet umfangen, am östlichen Ufer des Sees ge-legen ist, hatten tn Lugano, begünstigt durch allgemeine Verwir-rung, die Umtriebe der zwei Parteien freies Spiel. Beide horchtenans des Volkes Stimmung über das letzte Ereigniß.
Dieses aber, ob seinen Ohren gleich das Wort der Frei-heit süß klang, konnte doch des alten Nationalhaffes nicht ver-gessen, welchen es gegen Mailand gehegt. Schnell wandten sichdie zu des Volkes Wünschen am Abend, welche noch am Morgender Eidgeno sscnschaft Verthcidiger gewesen waren. Mit ihnentraten schweigend in Uebcreinkunft die schlanern Freunde Cis-alpiniens, welche von den Wcchselswirknngcn der Umstände mehr,als vom Waffentrotz erwarteten. Man beschloß die Freiheit zubegehren, doch ohne Hclvcticn zu verlassen.
Die Repräsentanten der Eidgenossenschaft standen tn dem Ge-wühl der unterhandelnden Parteien, sahen die Rüstungen, undwaren ohne Fähigkeit, die Ehre ihrer Sendung zu retten.
Als der schicksalsvolle Tag zur Neige ging, wälzten sich Schaarcnhcrbcigcrufcner Landlcuic durch die Straßen von Lugano. Ihrerviele bewaffnet, umringten, in der Zahl von mchrcrn Tausenden^die Wohnung der Repräsentanten. Abgeordnete des Volks, anderen Spitze der Advokat Pell eg rini, traten hervor.
Umsonst wichen die bestürzten Stellvertreter des Landcsherrnden Forderungen ans, indem sie die Beschränktheit ihrer erhaltenenVollmacht vorschützten. Das Geschrei der Hansen ward drohender.Zaghaft stellten die Eidgenossen endlich eine schriftliche Erklärungvon sich, worin sie cingcstandcn, „das Begehren des Volkes nichtverwerfen zu können."