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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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bildungSkraft entzünden kann, bietet die Hand zum geheimnißvollenBund. Das Ganze ist ein riesenhafter Irrgarten seltsamer Schön-heit; jeder Theil ein Prachtstück, Werth, für stch zu gelten. Wolkenund Gebirge ziehen leisen Fluges durch einander. Der Adler hängtam Himmel, wie ein schwirrender Käfer. Der Regenbogen schim-mert drunten im Thal, und glänzt wie ein stebenfarbiges Thoram Fuße des dampfenden Stromfalls. Der Hirt wandelt in denBlumen des Alpenlcnzes über Gewittern.

Aber kein ossianischer Geist erwachte unter diesen osstanischenLandschaften. — Gefühllos schleicht meistens der Mensch durch denWundergarten, nur bekümmert um den Bissen seiner Nahrung,oder um das kleine Ziel seiner elenden Leidenschaft.

So lange die Gemeinden, stolz auf ärmliche Ortshoheit undgetäuscht von Vorurtheilen, lieber Abnahme, als Anwachsen derVolkszahl sehen, wird mit dem Mangel der Bevölkerung die In-dustrie, mit der Industrie besonderer und öffentlicher Wohlstand,mit dem Wohlstand Veredlung des Lebensgenusses fehlen.

Seitdem Bünden seine Unterthancn verlor, zählt es kaum120,000 Seelen. — Da sich die Einwohner der Dorfschaften nurvon ihren Heerden und geringem Ackerbau erhalte», und andereErwcrbszweige verachten, wächst der todte Güterrcichthum, indemsich örtlich die Volkszahl durch Sterben, Krieg und Auswanderungmindert. Entvölkerung war diesen Republiken oft willkommen.Es gibt deren, wo dieselbe Staatszweck zu sein scheint. In demHochgericht Oberhalb stein zielten Gesetze und Ordnungen dahin.Kein Beisasse durfte sich in diesem Freistaate verheirathen, beiStrafe, das Land zu verlassen. Kein Fremder durfte, als Ge-nieindsmann, angenommen werden, und keine Güter kaufen, oderals Geschenk annehmen. Die Bevölkerung nahm daher sichtbarab, und betrug schon Vor einigen Jahren wenig über 5000 Seelen.Dennoch besteht das Hochgericht aus siebenzehn Dörfern!