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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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H Vaterland zurück, um das Geschäft eines Sachwalters zu treiben.^ Gr war lebhaft, absprcchend, wie ein junger Mensch, der aus,, der Nrbilderwelt der Schulen in die arme, beschränkte WirklichkeitÜbertritt, und überall anstößt, weil er mit falschen Maßstäben- > mißt. Er wollte der Chikanc offenen Krieg machen, Vorurthcileim Sturm angreifen. Sanft führte die milde Lebensweisheit eines' schätzbaren Mannes, des Doktor Favre in Nolle, den ungestümenJüngling in das Geleise der angenommenen Verhältnisse und der. Schranken des bürgerlichen Getriebes zurück.

Der Gewinn eines NechtShandels erwarb ihm das Patent einesSachwalters bei der welschen Appellationskammer in Bern lclrambrssuprSurs des appellallons romslnleg), damals das höchste Zieldes Ehrgeizes für Männer seines Standes. Wie wohl ihm auchdieser Stand gefiel, einen so unüberwindlichen Ekel empfand erdoch gegen die cingeführten Prozcßformcn und üblichen Chikancn.Und noch unbehaglicher mußte es für einen jungen hochstrebendenMann von Laharpe's Erziehung sein, daß er genöthigt war, alleWinter in Bern selbst zu wohnen. Denn hier ward ihm in hun-dert Kleinigkeiten der mächtige Abstand fühlbar gemacht, welcher" zwischen einem gemeinen Bürger Berns, Mitglied der Herrschcr-^ stadt, und einem Unterthan aus der Waadt, auch von deredelsten Familie, war.

Wirklich trat bald ein an sich geringfügiger Umstand ein, derindessen bedeutend genug für einen Feucrkopf, wie Laharpe, wurde,ihm seinen Stand und sein Schicksal unerträglich zu machen.

Er war nämlich mit einem gewissen Steiger von Tschngg,Mitglied der Appellationskammer, bekannt, den er wegen seinerKenntnisse und Hellen Gesinnungen sehr schätzte, und öfters be-' suchte. Gern unterhielten sie sich mit einander über Gegenstände, der Literatur. Laharpe hatte cinsmals zu Gunsten eines Klienten. gearbeitet, dessen gewagte Forderung der Appellationskammer in