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die sein Herz überwältigten, glichen einem stillen Schwur, dieGerechtigkeit und das Volk zu lieben, wie jener.
Im Kollegium zu Rolle, welches damals sehr schlecht bestelltwar, legte er den ersten Grund zur Erlernung der Wissenschaften.Sein Oheim, ein durch Kenntniß und Herzensgute achtungswür-diger Geistlicher, stellte ihm den Gebrauch seiner Bibliothek frei.
Hier war es, wo er zuerst von einer Vorwelt erfuhr, derenThaten alle Werke späterer Jahrhunderte überstrahlten. Das alte,herrliche Griechenland mit seinen zahllosen Helden und Künst-lern, und das große Rom mit seinen Cinctnnaten, Brutnssen,Scipionen, entflammten seine Einbildungskraft; sein Geist lebtenur in jenen Tagen der alten Republiken; die Geschichten der Eng-länder, der Holländer und Schweizer nährten fernerhin den Hangfür Veredlung der Menschheit, Vernichtung der Barbarei desMittelalters, Erhebung des Volks zum Genuß der Freiheit. Erträumte nur von Athen, Lacedämon und Rom, und oft, wenn erzu seinem Vater kam, stimmte sich lächelnd der ernstere Mann indie Träumereien des schwärmerischen Knaben.
Unstreitig hatten die damaligen frühen Eindrücke den entschie-densten Einfluß auf seine Denkart und seine Neigungen im ganzenübrigen Leben. Er fand unter allen Gespielen keinen, dessen Em-pfindungen mit den seini^cn in Einklang waren. Er suchte daherdie Einsamkeit und ward ungesellig. Nur der Umgang mit seinemVetter, Amadeus Laharpe, fesselte ihn mehr, und entwickelteGefühle der Freundschaft, die noch in spätern Zeiten fortdauertcn,da beide von der Regierung des Standes Bern geächtet wurden,und Amadeus als französischer General für eine Republik seinBlut vergoß, an die damals noch keiner von ihnen beiden dachte.
Als der junge Laharpe das vierzehnte Jahr erreicht hatte,wurde er in das unter Planta nnd Nesemann blühende Semi-narium von Haldenstein in Bünden geschickt. Die republikanische