349
aber fleht feie Siebe im Wiberfpruch, welche 3efuö feinen mähren3üngern unb 3üngerinncn empfiehlt.
©urch fold;en partetifchcn Sinn im alltäglichen Sehen mirbunfäglich öicl ©uteb Perhtnbert, bab opnebem gefächen feinmürbe; unfäglich öiel 33öfeb, miber unfere Sermuthung, beför*bert, bab ohnebem Perf;inbert morben märe, ©ab clenbe 35or«urthetl, melcheb unb gegen bie ^erfon bcf>errfd)t, macht unb ab«geneigt gegen bie ©üte ber ©ache; unb unperffänbige Vorliebefür einen SDfenfchen »erleitet unb, feine gehler unb 3rrthümeranäunehmen, alb mäVen eb bie erffen aller Wahrheiten unb ©ugen«beit, ©iefe gJarteilidjfcit bemegt unb, halb blinblingb SUIeb gutäu heilen, mab eine unb merthe Werfen unternimmt, umebauballen Kräften ju begünjtigen, biemcit eb offenbar unb unb Sin*bern ju entfehiebenem Slachthetl gereichen fann; halb mieber,unb eigenftnnig bern ©uten ju mtberfefjcn, mab ein Slnbererftiften möchte, bem mir nicht mohlmollen, unb melcheb er ge«ffiftet haben mürbe, memt mir unb nicht halbffarrig, perbienbetPon fartcifucht unb porgefaften Meinungen, feinen ©ntmürfenentgegengeffcllt hatten.
®b fchnterjt bich bitter, menn bu pon Slnbern mif fannt mtrff.Warum Pcrjeiöff bu bir nun felbff bie ilngercihtigfcit, Slnbereju Perlcnnen? Wenn bu parteüfeher Weife Perachtet, hintangc*fc£t, befpöttclt roüff: bich freut eb nicht. Warum erlaubfi bubir, bich bau einer Saune, pon einer nichtigen ©rille, pon einemSSorurtheile in beincr ©enfungbart über Slnbere bcffechen julaffen? — ©er SSerbruf, ber Kummer, melden bu auf fotcheWeife beinern 9?ächffen Pcturfachff: glaubff bu, ©ott forbere btchbafiir nicht jur SSerantmortung? ©ab Südliche unb ©ute PonUnternehmungen, bie bu aub parteüfeher ©ejtnnung lähmeff, babSöfe, mab bu aub perfönlicher IBorliebc für Slnbere begünffigff:glaubff bu, ber emtge dichter, ber bir SJerffanb unb ©emiffen