werben. 3tt bent ä>taße, wie bte ©cmalt beb ©efühlb junimmt,nimmt bie Sticßtigfctt ber Urtheilbfraft ab. Sarum werben fonjfberfthwiegene SSfcnfchcn fc^on gefchwäfjiger, wenn fte nur bttrehffarfe ©etränfe ihre Sterben meßt alb gewöhnlich gereist haben.Sarum ifi fprichwörtltcf;c Stebeubart gemorben, baß 23craufcf;teoffenherzig feien. Sarum macht eine große greube, wie einheftiger 3orn, berebtunb junt Sßerrät^er ber innerften ©ebanfen,bie greube aub Stehe, ber 3orn attb £>aß.
Sltfe alljulebhaftcn ©efiihlc ftnb etn ©cclcnraufch imb ber»wirren bab Urtheit in ttnb. Sille Seibenfchaftcn, wenn fte bureßeinen SCnlaf heftiger gereizt werben, erzeugen £cftigfcit in benSntbftnbungen. Ser fältefte Sßfcwicßt hört auf, gclaffen z ufein, unb wirb gefeßwäßig, fobatb feine fchmache ©eite (bab ifi,bie ©runblctbenfcßaft, welche ißn bewegt, unb bie er flug genugZu berbergen fucht) angegriffen ifi; eben fo ber trägfie unb wort»atmfic STtenfcß.
fperfonen bon lebhaftem Stcmßcrament unb reizbarem Sterben»bau bebürfen, um in ©äßrung zu geratßen, ohnehin feiner außer»orbentlicß mächtigen Setbenfcßaft, fcßnell alle Ueberlcgung unbSefmtfamfctt zu berltcren. ©tnc geringe Schmeichelet, unter berihre ©itelfett erwacht, macht fte plauberhaft, zutraulicher unboffener, alb fte fein follen; ein unfeßutbigeb 2Bort, bab ißr arg»woßnifeßeb SÜBefen reizt, macht ftegeßäfftg, bitter, rebfeltg;eine berfäumte Slufwcrffamfcit gegen ihren ©tolz, ein 3roetfelan tßren SSollfommcnhciten macht fte btb zur Unerträglichfeit ge»fcßwäfctg.
3uweilen fann eine allzußroße ©utmüthigfeit, welche bieSftenfchen für beffer hält, alb fte in ber £ßat finb, berbunbenmit einer lebhaften Steigung zur ©efclligfeit unb Unterhaltung,Zu bent gehler unbcbachtfamcr ©efeßwäfsigfeit berletten. 3ene©utmüthigfeit, manchmal an ftnblicße Unerfahrenheit grenzenb,