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unbefangen ihre greubcit, unb was eben bte erße ©tunbe ©chöneSbringt, mit ihnen theilen. Darum lann man wohl fagen: Sßirf»lieh su leben iß eine .ßunß.
3efuS Grhrißus, btefer göttliche unb erhabene Sel;rcr ber wahr*flen SebcnSweiSheit, lief biefen großen gebier bielcr SterblichenfeineSWcgS unbeachtet.. ©r mahnte fehr baju, man fotte tn ber©egenwart leben lernen, ©orget, fprach er, forget boeß nichtfür ben anbern borgen; benn ber morgenbe Dag wirb für baS©eine forgen! (Sftattt;. 6, 34.) gürchtet hoch nicht, welchesUngemach euch ber fünftige Dag bringen werbe, unb »erwehretbamit nicht baS Ungemach, welches ihr allenfalls fd;on habet.GrS iß genug, baß ein jeglicher Dag feine eigene iJJlagc habe.
©ewiß, cS ift nicht unferc eigene SlSortrefflic^feit, bie unsben ©emtß beS Sehens »erbittert, fonbern unfere ©d;wäche. Gebenbarunt fprad; ScfuS wtber bie ©acht, baS, was wir haben, weg»äugeben für baS, was wir nicht einmal wißen, ob wir eS be»fommen werben. Darum forget nicht für ben anbern borgen;genießet ben gegenwärtigen Slugenbltcf, unb oertaußhet nicht bas©ewiffe für baS Ungewtffe.
9lte fchmeden wir bas Dafein in oollcrm SKaße, unb bie©egenwart in ihrer ganzen firaft fo fe(;r, als in unfern gitgcnb»tagen. Das $inb gehört ganj bem Grinbrucf unb ber ©abe bereben oorhanbenen ©tunbe. ©S betümmert fid; um bas 33er»gangene wenig, obwohl eS auch baran benft; betrübt ßch auchum eine »crlorne greube nicht ftarl, weil eS oom anwefenbenülugenblitf ©rfaj) unb ©ntfehäbigung annimmt, „©littflicher Seicht»fimt!" fprcchcn bie Sejahrten, wenn fie fehen, wie baS junge§erä ben ©chmerj oergißt, fobalb er oorbet iß. „SenetbenS»werther großmutf;!" rufen fie, wenn fie fehen, wie baS Sinbitch mit einet Älcinigleit erheitert, unb wenig um baS härmt,was noch nicht ba iß, unb »on bem bie Sejahrten in ihrer SBeiS»