Druckschrift 
4 (1853)
Seite
112
Einzelbild herunterladen
 

112

aber tiefer ©leicßmutß, nach meltßcm fcu als JBetfet imb alsmaßrcr Sßriß ßrcbß, muß mißt bloß äußerlich fein, muß mißtbloß iu ber ©emalt beßeßcn, bie bu über bcine ©eberben unbSKicucu ßaß, fonbcrn tu beiner Seele ßcrrfißcnb fein, ©ßriß»ließet ©leiißmutß beßeßt niißt in ber Jtunß, fieß »or ben fRen»feßeit ju oerßellen; niißt in ber firnß, lätßeln ju fimnen, maß»renb baS £erj »erfeßloffcn bom 3orn fißmillt; nein, bas©ßrißcntßum meßr, alb bloße üebcnStlugßeit, tiefe, be»feltgcnbc SBaßrßeit; ber ßeiterc Sltef beS SlugeS foll niißt basSBerf ber Siß, fonbern ein Spiegel beS ßeitern ©emütßeS fein.

SCBaS gemänneß bu auiß julcfst mit biefer SSerßellung ? Sutäufeßeß öielleitßt Stnbere, aber betrügeß bieß felbß bamit meßr,als ßc. ®u betrügeß bieß um betnen Seclcnfrieben, um beincScclcnrcinßett, um ©efunbßeit. !Du betrügeß bieß fogar mit berHoffnung, Jlnbere ju täufeßen, benn beine$unß roirb leiißt oonSlnbern entbeßt, fobalb ße rcaßrneßmen, mie beinc Ixuiblungenjulcßt ganj im SBiberfpruiß mit beiner äußern Siuße uni ©e--laßcnßcit ßeßen. S)u mirß nur um fo meßr »eraißtet unb geßaßtmerben, je meßr man Urfaiße ßat, beinen fanften SBorten, beinenfreunblitßen ©liefen nießt jit trauen. fOTan mirb Meß bet bererßen ungcrceßten §anblung, mclißc bu begeßß, in bie ftßänblicßefßeiße falter ffiöfcmießte, fißeinßeiltger Sünbcr, unjuberläfßgerSeßtneicßler fefjen.

Set rein, fei maßrßaft, fei einfaeß, unb erfeßetne nie imSeben, nie bor bir felbß als eine hoppelte ßierfon. Sei niißtbloß §>err beiner ©eberben unb Sßortc: fei f>crr beineS £>erjenS!©ntpören bieß bie £anblungen ber 2J?cnfeßcn, unb füßlß bu, baßbein ©leiißmutß ßießt: jcrßreite bieß. Srinnere biß), baß bießftenfeßen niißt fomoßl tüßifiße unb boSßafte, als »iclmeßr irrenbe©eftßöpfe ßnb. Sic irren aus Seßmäiße ber ©inßcßt; ße irrenim llrtßeit beiner ßferfon; ße irren über baS, mas ße für gut