liehe £>crj überhaupt nach feinem eigenen. Steö ift ein fct;t naiür»lieber ©ang ber Singe-) mcit es fdjwer hält, Stnbcrc fo tief juerfennen, fo häufig bei ben wahren Sriebfebern ihrer £anb*tungen jit belaufenen, als ftef) fetbfi.
2Ber folglich ein llrt^etl über bieSBettauSfprieht,ber fpricht es attS, wie fie fiel; in feinem eigenen die*mtith abfpiegett; itnb fprie^t bamit feine eigene f>cr3cnSgütcober Unreinheit attS. 2Bcr häufig auf berbotenen SSSegen ging,»ermutbet baS Steife bon Stnbern, itnb fo ift baS befanntcSprichwort bolt tiefer 2Bnh>'heit: 2BaS ich ben!’ itnb thu’, trau’ich Slnbcrtt 31t. -
Sine sjferfon, bie gewohnt ift, nichts ju thitn, atS wooon fteauf biefe ober jene SBeife einen SSortheit 3iehcn fann, itnb immernur auf ft'ch ftef)t, unb immer mtr fragt: 2ßaS habe ich am Snbebaboit? — fchwerftch wirb fie ftet; Überreben taffen, bafj cS wirf*lief) itneigcnnüfjige SKettfehen tn ber SSSett gebe. Sie wirb anfeine reine Sugenb attfSrbcn mehr glauben, weit fte beren fetbflganj unfähig ift, itnb feine Stufopferungen ihres SfortheitS unb©tücfs jum 2Bot;t attberer SDfenfchcit machen fann. ginbet fteaber bemtoch Scittc, bet bereit §>anbtungctt fie gejwungen ift,einen hohen ©rab bott uneigennütziger Setbftbertäugnung änjtt«erfennen: fo wirb fte fotcfjc flerabeju bei ft eh entweber für butttm,ober fehwärmerifeh, ober närrifch hatten.
SBer, was er auch ©Utes unb ■J'tiifjttchcS fitfte, babei febeS*mal chrgcisigc Jtbfichtcn im £intergrunb hat, wirb, was er auchbon Stübern tSortrcffticf;cS rühmen höre, immer babei boraitSfcfzen,es fei aus Segierbe nach @hrc gefchehen. Sr wirb biefen 53cmeg=grunb nicht einntat für unlauter aitfehen, fonbern fet;r ebet ftnben.
SD aff cS biete üDtenfehen gebe, bie aus ber reinften Ueberjett»gttng bon ihren tpftichten biefe boltfirccfen, ja baS Schwcrfte bott»bringen fönncit, SBermögen, ©efunbheit ttttb Seben für Sittberer