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es dem Sir Henry und dem Obersten Everard, die beidenaufgebrachten Freunde zu bewegen, ihren Streit aufzuschieben,so daß sie sich endlich in einiger Entfernung von einanderzurückzogen und sich gegenseitig Blicke zuwarfen, in welchendie alte Freundschaft von der heftigsten Erbitterung zurück-gedrängt worden zu sein schien.
Ader während sie so da saßen, Einer auf den Andernwartend, und darnach schmachteten, einen Streit zu erneuern,in welchem beide Theile den Sieg errungen zu haben be-haupteten, trat Pearson in das Gefängniß und bat die An-wesenden mit leiser, zitternder Stimme, sich zum Tode vor-zubereiten.
Sir Henry Lee empfing die Kunde seines Schicksals mitder ernsten Ruhe, die er bisher bewiesen hatte. Oberst Everardversuchte es, eine starke, racheschnaubcnde Appellation an dasParlament gegen den Urtheilsspruch des Kriegsgerichts unddes Generals einzulegen. Aber Pearson verweigerte es, irgendeine Einrede zu empfangen oder zu überbringen, und mit fin-stern Blicken und Mienen, Vorboten eines melancholischenAusgangs, wiederholte er ihnen seine Ermahnung, sich zurMittagsstunde vorzubereiten, und entfernte sich aus dem Ge-fängniß.
Höchst merkwürdig war der Eindruck dieser Nachricht ausdie beiden geistlichen Streiter. Sie betrachteten sich einenAugenblick gegenseitig mit Augen, in welchen reuevolle Güteund ein Gefühl von großmüthiger Scham jedes entgegen-strebende Rachegefühl verlöschte, und indem sie zu gleicher Zeitin die Ausrufungen ausbrachcn: „mein Bruder, mein Bruder,ich habe gesündigt — ich habe gesündigt, indem ich dich be-leidigte!" stürzten sie sich einander in die Arme und vergaßenThränen, als sie sich gegenseitig um Verzeihung baten; und