den Geist zu erregen und eine lustige Nacht zu verleben? —Die letzte wahrscheinlich; denn einen Pfennig gegen eine Mil-lion, morgen baumeln wir sämmtlich- — Patron — edlerHerr, wie geht's? Das war doch ein schändlicher Streich vondem Noll, so weit es dich betraf; denn ich, ich mag wohl soetwas von ihm verdient haben."
„Ich bitte dich, Wildrake, setze dich," sagte Everard. „Dubist betrunken — störe uns nicht."
„Betrunken, ich betrunken!" schrie Wildrake; „ich habeNoll's Branntwein in einem Becher auf des Königs Wohlgeleert, und einen zweiten auf den Untergang Sr. Excellenz,und einen dritten auf die Verfluchung des Parlaments —vielleicht auch noch einen vierten und fünften, aber lautertcufelisch gute Toaste- Aber betrunken bin ich nicht"
„Ich bitte dich, Freund, sei nicht profan," sagte NehemiasHoldenough.
„Was, mein kleiner presbpterianischer Pfarrer, mein heuch-lerisches Pfäfflein? Du wirst auch bald dieser Welt Valetsagen," fuhr Wildrake fort; „ich meinerseits habe schwereZeiten darin erlebt- — Ha, edler Sir Henry, ich küsse Ihnendie Hand. Ich sage dir, Ritter, meine Degenklinge war inder vergangenen Nacht dem Herzen des Cromwell so nahe,als nur je ein Knopf seiner Nachljacke. Hol ihn der Teufel,er trägt eine geheime Rüstung, — er, ein Soldat! War' nichtdas verfluchte Panzerhemd gewesen, so hätte ich ihn wie Speckdurchbohrt. Ha, Doctor Rochecliffe! — Du weißt, daß ichmeine Waffe zu führen verstehe."
„Ja," erwiederte der Doctor, „und du weißt, daß ich auchdie meinige zu gebrauchen weiß."
„Ich bitte dich, sei ruhig, Meister Wildrake," sagte SirHenry.