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Demzufolge verließ Albert das Zimmer, während derRitter fortfuhr: „Gelingt es ihm, die Weiber wirklich glaubenzu machen, daß Kernegup noch hier sei, so wird das meinenPlänen eine neue Kraft verleihen — die Jäger würden aufeine falsche Spur geleitet werden, und das königliche Reh inSicherheit sein, ehe sie es erspähen. Dann zieht man sie voneinem verborgenen Orte zum anderen! Ha, der Osten wirdergrauen, ehe sie auch nur die Hälfte durchwühlt haben! —Ja, ich will Verstecken mit ihnen spielen, und ihnen die Lock-speise Vorhalten, die sie nie erhaschen werden! Ich will ihneneinen Knoten knüpfen, der ihnen aufzulösen Mühe kosten wird.Aber was wird es mich wohl kosten?" fuhr der Ritter fort,indem er sein freudiges Selbstgespräch trübte. — „Ach Absa-lon, Absalon, mein Sohn! mein Sohn! Aber, mag eS sein;er kann nur sterben, wie seine Väter, und für die Sache, fürwelche sie lebten. Aber er kömmt, Psch! — Albert, ist es dirgelungen? Hast du die königlichen Manieren täuschend nach-geahmt?"
„Ja, Vater," erwiederte Albert; „die Frauenzimmer wer-den schwören, daß Louis Kernegup bis zum allerletzten Augen-blick im Hause war."
„Recht so, denn es sind gute und getreue Geschöpfe," sagteder Ritter, „und würden Alles schwören, was zur Sicherheitseiner Majestät beitragen kann; doch werden sie es unge-zwungener und mit größerem Eindruck thun, wenn sie glau-ben, die Wahrheit zu beschwören. — Wie täuschtest du siedenn?"
„Durch eine thörichte kleine Nachahmung der königlichenManieren, die zu erwähnen nicht der Mühe wertb ist."
„Geh', du Schurke!" erwiederte der Ritter. „Ich fürchte,des Königs Charakter muß unter deiner Mummerei leiden."