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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
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denken, Mädchen? Ich hoffe nur, daß der Doctor das größteGeheimniß vor ihm verborgen ließ- Aber da sind wir amJägerhause. Gehe in deine Stube, Mädchen, und fasse dich.Ich muß den Doctor Rochecltffe aufsuchen, er schwatzt ja im-mer von seiner schnellen Geistesgegenwart. Jetzt ist's Zeit,es zu beweisen."

Phöbe ging also in ihr Zimmer, aber die Stärke, welcheihr die Größe der Gefahr lieh, verschwand mit dieser, undsie unterlag heftigen hysterischen Anfällen, welche die beständigeWartung der Dame Jellicot, und die minder lärmende, abervernünftigere Sorgfalt der Fräulein Alcris erheischten, che siesich wieder etwas legten.

Der Förster aber brachte seine Neuigkeit dem politischenDoctor, der mit dem Jocoline sehr unzufrieden, ja sogar bösewar, daß er eine Person erschlagen habe, auf deren Mitthei-lung sich zu verlassen er gewöhnt war. Doch verriethen seineBlicke Verdacht, ob er sein Vertrauen nicht zu vorschnell weg-geschenkt habe ein Verdacht, der ihn um so viel mehrdrückte, da er ihn, als unpassend mit seinem eingebildetenScharfsinn, nicht gestehen mochte-

Doch hatte Doctor Rochecliffe's Vertrauen auf die Treuedes Tomkins einen anscheinend guten Grund. Vor dem Aus-bruche des Bürgerkriegs, wie man es zum Theil aus derErzählung schon bemerken kann, stand Tomkins unter seinemwahren Namen Hazeldine unter dem Schutze des Rectors vonWoodstock, diente ihm zuweilen als Schreiber, war ein aus-gezeichnetes Mitglied seines Chors, und da er ein gewandter,erfindungsreicher Kopf war, so wurde er dazu gebraucht, demDoctor in seinen antiquarischen Untersuchungen im Innernvon Woodstock hülfreiche Hand zu leisten. Als er im Bürger-kriege die entgegengesetzte Partei ergriff, setzte er seine Ver-