war, und jenem Priester dort Namens Rochccliffe diente, dawar ich nicht weiter vom geraden Wege entfernt, als zurZeit, wo ich nach langem Suchen, einen blinden Führer nachdem andern fand — aber sie waren sämmtlich Backsteinbrcn-ner Egyptens. Ich verließ sie einen nach dem anderen, zu-letzt den armen Thoren Harrison; und durch meine eigeneKraft, ohne fremden Beistand, habe ich mich zu dem Hellen,gesegneten Lichte gedrängt, das du, Phöbe, mit mir theilensollst.«
„Ich danke Ihnen, Mr. Tomkins," sagte Phöbe, die ihreFurcht unter dem Anscheine der Gleichgültigkeit zu verbergensuchte; „aber ich werde schon Licht genug haben, meinen Krugnach Hause zu tragen, wenn Sie mir nur erlauben, ihn zunehmen; und darin besteht aller Mangel an Licht, den ich die-sen Abend allenfalls empfinden könnte «
Indem sie das sprach, trat sic hin, um den Krug von derQuelle zu nehmen, aber er ergriff sie beim Arm und verhin-derte sie, ihr Vorhaben auszuführen. Doch Phöbe war dieTochter eines kühnen Försters, gefaßt auf Selbstvertheidi-gung, und obgleich sie es verfehlte den Krug zu erhaschen,so ergriff sie doch an seiner Stelle einen breiten Kieselstein,den sie in der rechten Hand verborgen hielt.
„Stehe, thörichtes Mädchen, und horch," sagte der Inde-pendent ernst, „und wisse in einem Worte, daß die Sünde,für welche der Geist des Menschen mit der Rache des Him-mels hcimgesucht wird, nickt in der körperlichen Handlung,sondern in den Gedanken des Sünders liegt. Glaube nur,liebenswürdige Phöbe, daß dem Reinen alle Handlungen reinsind, und daß die Sünde in unseren Gedanken und nicht inunseren Thaten liegt — so wie selbst der Strahl des Tagesdem Blinden dunkel erscheint, aber von dem gesehen und ge-