nicht so thöricht sein, mir die Meinung unlerzuschieben, daßdu deine Gefälligkeit weiter treiben sollst, als ihn eine oderzwei Stunden im Gespräch aufzuhalten, bis ich alles vorbe-reitet habe, daß er diesen Platz verlassen kann, von dem ichihn durch eine vorgebliche Nachsuchung entfernen werde? Dannbesteigt C. S. sein Pferd, reitet davon, und Fräulein AlerisLee hat die Ehre, ihn gerettet zu haben."
„Ja, auf Kosten ihres eigenen Rufs," sagte Aleris, „undder Gefahr einer ewigen Beschimpfung ihrer Familie. Siesagen, Sie wüßten Alles; was kann der König davon den-ken, wenn ich ihm nach dem, was vorgefallen ist, noch einfreiwilliges Rendezvous gebe, und wie ist cs möglich, ihn we-gen des Beweggrundes zu enttäuschen?"
„Ich will ihn enttäuschen, Aleris; ich will das Ganzeerklären."
„Doctor Rochecliffe," sagte Aleris, „Sie schlagen dasUnmögliche vor. Sie können mit Ihrem Scharfsinn und mitIhrem Beistand gar Vieles bewirken, aber wenn der neu-gefallene Schnee einmal beschmutzt ist, so sind alle Ihre Künstenicht im Stande, ihn wieder weiß zu waschen; es ist ganz somit dem guten Rufe eines Mädchens."
„Alexis, mein theuerstes Kind," sagte der Doctor, „be-denke doch, daß wenn ich dieses Mittel empfehle, um das Le-ben des Königs zu retten, over ihn wenigstens von einergroßen Gefahr loszureißen, so geschieht es, weil ich kein an-deres kenne, das ich in Bewegung setzen könnte. Wenn ichdich bitte, auch nur einen Augenblick das anscheinend Unrechtezu thun, so ist es nur die höchste Noth, und Umstände, dienicht wieder cintreffen können, die mich dazu bewegen.— Ichwerde die sichersten Mittel ergreifen, allen Übeln Gerüchten