auf das hörte, was der junge Edelmann, ihr Gast und ihresBruders Schützling, mit so vieler Fröhlichkeit erzählte undmit einem Schatten gefährlicher Abenteuer, und zuweilen so-gar mit ernsten Betrachtungen vermischte, so daß man dasGespräch nicht als unbedeutend und gewöhnlich betrachtenkonnte.
Mit einem Worte, Sir Henry Lee lachte, Aleris lächeltevon Zeit zu Zeit, und Alle waren guter Laune, Albert aus-genommen, der sich selbst kaum einen hinreichenden Grundfür die Düsterheit seines Geistes anzugeben wußte.
Endlich ward das Frühstück unter der thätigen Oberauf-sicht der zierlichen Phöbe weggeräumt. Diese sah sich mehrals einmal um, um auf die fließenden Reden ihres neuenGastes zu horchen, den sie am vergangenen Abend für einender blödsinnigsten Menschen gehalten hatte, dem sich seit denZeiten der schönen Rosamunde die Thore von Woodstock ge-öffnet hatten.
Als sie nun zu Vieren im Zimmer zurückblieben, ohne vonden Bedienten und dem Geräusch gestört zu werden, welchesdas Aufträgen des Essens verursachte, da fühlte Louis Ker-ueguy, daß er seinen Freund und gegenwärtigen BeschützerAlbert nicht gar zu sehr aus dem Gespräche ausschließen dürfe,während er selbst die Aufmerksamkeit der Familie, mit welcherer erst vor Kurzem bekannt geworden war, in Anspruch nahm.Er trat also hinter seinen Stuhl, stützte sich auf die Lehne,und sprach mit gutmüthigem Tone: „entweder hat mein guterFreund, Führer und Herr heute morgen schlimmere Nachrich-ten gehört, als er uns mitzutheilen für gut findet, oder ermuß über meine geflickte Jacke und ledernen Hosen gefallensein, und durch Sympatie die ganze Masse der Blödsinnigkeitangenommen haben, welche ich in der vergangenen Nacht mit
Wvodstock. 2S
,