den gewöhnlichen Manieren und der Sprache des Wildrakebildeten, dem diese Kleidung nie recht stehen wollte.
So lächerlich aber auch der Widerspruch zwischen der Klei-dung und dem Betragen des Cavaliers war, so konnte mandoch, trotz des Eigendünkels in seinem Auge und einer un-nachahmlichen Leichtfertigkeit und Gedankenlosigkeit in seinemWesen, auf der anderen Seite nicht läugnen, daß Wildrakeetwas an sich hatte, das ihm Furcht und Achtung verschaffte.Er war schön, trotz des frechen, lüderlichen Zuges; ein Mannvom entschiedensten Muthe, obgleich seine Prahlerei ihn manch-mal zweifelhaft machte, und seinen politischen Grundsätzenaufrichtig ergeben, obgleich er so unklug war, sich oft damitzu brüsten, was vereint mit seiner Abhängigkeit vom Ober-sten Everard vernünftige Leute dazu verleitete, seine Aufrich-tigkeit zu bezweifeln.
So wie er nun einmal war, trat er in das Zimmer desViktor Lee, wo seine Gegenwart den Anwesenden nichts we-niger als angenehm war, mit keckem Schritte und mit demBewußtsein, die bestmöglichste Aufnahme zu verdienen. Wennübrigens der Cavalier seinem Gelübde nachgekommen war,und heute Abend nur einen Schluck getrunken hatte, somußte es ein gewaltiger und lang anhaltender gewesen sein.
„Gott zum Gruß, — Gentlemen! Gott zum Gruß, meinwerthester Sir Henry Lee, obgleich ich kaum die Ehre habe,Ihnen bekannt zu sein. Gott zum Gruß, mein würdigerDoctor, wir wollen auf die baldige Herstellung der gefalle-nen Kirche von England beten."
„Sie sind willkommen, Sir," sagte Sir Henry Lee, dessenGastfreundschaft und der einem Royalisten gebührende brü-derliche Empfang ihn bewog, diese aufdringliche Weise zudulden, was er sonst wohl nicht gethan hätte. „Wenn Sie