„Hm, so geht's immer mit den Weibern," brummte Jo-colin, „selbst die Beste möchte keinen Schmuck wegwerfen.Uebrigens, Fräulein Alexis, scheinen Sie mir noch zu jung undzu schön, um bei einem Hercn-Regiment eingeschrieben zuwerden."
„Ich werde mich nicht davor fürchten, bis daß du einZauberer wirst," sagte Alexis; „eile also zur Quelle, wo duwahrscheinlich die Frau noch finden wirst, und sage ihr, daßAlexis Lee ihre Gaben eben so wenig als ihre Gesellschaftwünscht."
Indem fie das sagte, setzte die junge Dame ihren Wegzum Jägerhause fort, während Jocolin nach dem Rosamundcn-Brunnen ging, um seinen Auftrag auszuführen.
Aber die Wahrsagerin, oder was fie sonst sein mochte, warnirgends zu finden; auch gab fich Jocolin keine sonderlicheMuhe, weitere Nachforschungen nach ihr anzustellen.
„Wenn dieser Ring, den die Zigeunerin wahrscheinlichirgendwo gestohlen hat," sagte der Förster zu fich selbst, „einenDukaten werth ist, so ist er besser in ehrlichen Händen, alsin denen einer Landstreicherin. Mein Herr hat ein Recht aufalles unbekannte Eigenthum und auf alles Gestohlene, undda dieser Ring einer Zigeunerin gehört, so ist er gewiß ge-stohlen. Ich will ihn also ohne weiteres confisziren, um denErtrag für die Haushaltung des Sir Henry anzuwenden.Gott sei Dank, meine militärische Erfahrung hat mich gelehrt,wie man einen Haken angreift, das ist Soldaten Recht. Aberam besten ist es doch, wenn ich ihn dem Markham Everardzeige, und ihn um Rath frage — ich halte ihn jetzt für un-fern rechtsgelehrten Anwalt in allen Dingen, worin FräuleinAlexis verwickelt ist, und auch meinem gelehrten Doctor, wel-cher der Kirche, des Staates und Sir Henry Lee's willen