seren Claffe der Hauscigenthümer in jener Stadt immer nochetwas gilt, wenn schon die niederere Claffe sich von jedemWinde einer neuen Lehre mit fortblasen läßt. Sein Sieferner versichert, Oberst, daß wenn der Bruder Ihrer Mutter,oder irgend einer aus seiner Familie einsehcn sollte, daß ervorschnell gehandelt habe, in dieses unglückliche und unglück-selige Haus zurückzukehren, oder sollten Sie irgend einenHerzens- oder Gewiffenszweisel haben, welcher geistlichen Trosterfordert, so wird ihnen Nehemia Holdenough Tag und Nachteben so sehr zu Gebote stehen, als wären Sie in der heiligenKirche, deren unwürdiger Priester er ist, geboren und erzogen.Auch soll weder die Angst vor dem was furchtbar ist in jenenMauern, noch seine Kenntniß von ihrem verblendeten fleisch-lichen Zustand (da sie bei dem Mißbrauch der Dispensationender Pfaffen ausgewachsen sind) ihn verhindern, nach seinenschwachen Fähigkeiten zu ihrem Schutz und ihrer Erbauungbeizutragcn."
«Ich fühle vollkommen die Größe Ihrer Güte, verehrterHerr," sagte Oberst Everard, „aber ich halte es nicht fürwahrscheinlich, daß mein Oheim Sie belästigen wird. Er istgewöhnt, in zeitigen Gefahren sein eigener Beschützer zu sein,und sich bei geistigem Zweifel auf sein eigenes Gebet und aufdie Vorschriften seiner Kirche zu verlassen."
„Ich glaubte es wäre nicht überflüssig, meine Hülfe anzu-bieten," sagte der alte Mann, der sich etwas beleidigt darü-ber fühlte, daß man seine angebotene geistliche Hülfe für auf-dringlich hielt. „In diesem Falle bitte ich um Verzeihung —ich bitte dcmüthiglichst um Verzeihung, ich möchte nicht gerneaufdringlich sein."
Der Oberst beeilte sich, diesen neuen Gegenstand der Ei-fersucht des Geistlichen zu beschwichtigen, denn ein übertrie-