verweilen; denn ich bin überzeugt, daß mein Nacken ihr Ge-wicht nicbt tragen könnte."
„Gute Nacht!" rief Evcrard aus und wollte eben gehen,als Bletson sich dicht an seine Seite drängte, und ihm zu-flüsterte : „Höre. Oberst, du kennst meine Freundschaft zu dir— ich bitte dich um Alles, die Thüre deines Zimmers offenzu lassen, damit du rufen kannst, wenn dir etwas begegnet,wo ich im Augenblick bei dir sein werde. Thue es, theuersterEvcrard, denn sonst wird mich meine Furcht für dich nichtschlafen lassen; denn ich weiß, daß du, ungeachtet deines vor-trefflichen Geistes, doch einige jener abergläubischen Ideenhegst, welche wir mit der Muttermilch einsaugen, und die derHauptgrund unserer Furcht bei einer Gelegenheit, wie die ge-genwärtige, ist. Darum laß also, wenn du mich lieb hast,deine Thüre offen, damit ich dir im Nothfall schnell zu Hülseeilen kann."
„Mein Herr vertraut zuerst auf seine Bibel," sagte Wild-rakc, „und dann auf sein gutes Schwert. Er glaubt nicht,daß man den Teufel dadurch verbannen kann, daß zwei ineinem Zimmer schlafen, und noch weniger, daß der böse Feindgar nicht eristire, weil Atheisten der Nota ihn läugnen."
Evcrard ergriff seinen unvorsichtigen Freund am Kragen,zog ihn noch während er sprach fort, und hielt ihn fest, bissie in das Zimmer des Victor Lee kamen, wo sie bei einerfrüher» Gelegenheit geschlafen hatten. Selbst da hielt er denWildrake noch fest, bis der Diener die Lichter hingestcllt unddas Zimmer verlassen hatte. Dann ließ er ihn los, und machteihm die vorwurfsvolle Frage: „Bist du nicht ein vernünftiger,einsichtsvoller Mensch, daß du in einer Zeit, wie die jetzige,Gelegenheit suchst, dich in Streit zu verwickeln? Schäme dich!"
„Ja, schämen müßte ich mich wirklich," sagte der Cavalier;