gebrauchte er, glaub' ich, nie, du könntest eben so gut voneinem Betrunkenen erwarten, daß er gerade aus gehe; aberer gab mir so etwas zu verstehen, und meinte, du könntestihm einen rechten Dienst thun — alle Teufel, der verfluchteVorschlag bleibt mir in der Kehle stecken — unseren edlenund rechtmäßigen König (er zog den Hut ab) zu verrathen,dem Gott in Gesundheit und Macht die Gnade schenken wolle,recht lange zu regieren, wie der würdige Geistliche sagt; ob-gleich ich fürchten muß, daß Seine Majestät gerade jetzt krankund bekümmert ist, und nicht einen Kreuzer in der Tasche hat."
„Das stimmt mit dem überein, was mir Alexis zu ver-stehen gab," sagte Everard, „aber wie konnte sie es wissen?Gabst du ihr einen Wink darüber?"
„Ich," erwiederte der Cavalier, „ich, der ich FräuleinAlexis heute zum erstenmale sah, und das nur einen Augen-blick — Freund Gottes, wie wäre das möglich?"
„Es ist wahr," erwiederte Everard und schien in Gedan-ken verloren. Endlich sprach er, „ich sollte von Cromwell,wegen der schlechten Meinung, die er von mir hat, Genug-thuung fordern; denn obgleich er es gewiß nicht ernstlich meinte,sondern nur dich und vielleicht auch mich prüfen wollte, soist es doch eine Beleidigung, die Rache verdient."
„O, ich will ihm von ganzem Herzen und von ganzerSeele eine Herausforderung überbringen," sagte Wildrake,„und dann mit dem Sekundanten seiner Göttlichkeit eben sogern kämpfen, als ich nur je ein Glas Sect trank "
„Pah," erwiederte Everard, „hohe Personen nehmen keinenZweikampf an. — Aber sage mir, Roger Wildrake, hieltst dumich denn der Falschheit und der Verrätherei fähig, mit wel-cher mich deine Botschaft beauftragt?"
„Ich!" rief Wildrake aus. „Markham Everard, du bist