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„Ist cs also falsch? Ich habe gleich darauf schwören wol-len, daß es unwahr ist "
„Was meinen Sie denn, um Gotteswillen!"
„Es ist also nicht wahr, daß Sie sich verbindlich gemachthaben, den jungen König von Schottland zu verrathen?"
„Verrathen! Ich sollte ihn, oder irgend einen andernFlüchtling verrathen? Nein — niemals! Ich wollte, er wäreglücklich aus England. — Ich wollte ihm meine Hülfe zurFlucht anbieten, und wäre er im Augenblicke in diesem Hause,und würde noch glauben, seinen Feinden einen guten Dienstzu thun, indem ich sie verhinderte, sich mit seinem Blute zubeflecken, — aber ihn verrathen — niemals!"
„Ich wußte es — ich war sicher, daß es unmöglich ist.Aber sein Sie noch rechtlicher, reißen Sie sich von jenem finste-ren, ehrgeizigen Soldaten los! Fliehen Sie ihn und seineungerechten Pläne, welche nur durch ferneres Blutvergießenausgeführt werden können "
„Glauben Sie mir," erwiederte Everard, „daß ich denWeg einschlagen werde, welcher für unsere Zeit am passend-sten ist."
„Wählen Sie den, der sich am passendsten mit IhrerPflicht verträgt, Markham, der für Wahrheit und Ehre ampassendsten ist. Erfüllen Sie Ihre Pflicht, und überlassenSie es der Vorsehung, das Uebrige zu entscheiden. — LebenSie wohl, wir stellen die Geduld meines Vaters auf einezu große Probe — Sie kennen seine Hitze- — Leben Siewohl, Markham."
Sie streckte ihre Hand aus, die er an seine Lippen drückte,und das Zimmer verließ. Eine stillschweigende Verbeugunggegen seinen Oheim, und ein Wink an Wildrake waren die