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19 (1852) Woodstock oder der Ritter
Entstehung
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191
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und wagen eS nun nicht, ohne Licht die Treppe hinab zugehen."

„Ein Licht, ihr feigen Memmen," sagte der Philosoph —„was, um zu sehen, wer von euch am bleichsten ist, wenneine Ratte schreit? — Aber nehmt nur einen Leuchter undgeht, ihr feigen Gesellen! Die Teufel, vor denen ihr euch sosehr fürchtet, müssen erbärmliche Geier sein, wenn sie solchenNachteulen nachstcllen, wie ihr seid."

Die Diener, ohne ein Wort zu erwiedern, ergriffen dasLicht, und machten sich, der ehrliche Tomkins an der Spitze,bereit, hinabzugehen, als sie aber an die Thüre des Zimmerskamen, welche halb offen gelassen worden war, ward sie plötz-lich zugeschlagen. Die drei erschrockenen Bedienten taumel-ten in die Mitte des Zimmers zurück, als wenn sie ein Schußgetroffen hätte, und die am Tische saßen, sprangen auf. OberstEoerard war unfähig, auch nur einen Augenblick Furcht zufühlen, selbst wenn man wirklich etwas Furchtbares gesehenhätte; aber er blieb stehen, um zu sehen, was seine Gefähr-ten thun würden, um wo möglich der Ursache ihrer Beun-ruhigung bei einer so unbedeutenden Gelegenheit auf denGrund zu kommen- Der Philosoph schien zu glauben, erwäre die Person, welche sich bei dieser Gelegenheit am männ-lichsten zeigen müsse.

Er ging also der Thüre zu, brummend über die Feigheitder Diener, aber mit solchen Schneckenschritten, daß es schien,als wünsche er, daß einer von denen, welchen er Vorwürfemache, ihm zuvorkäme. „Ihr feigen Dummköpfe," sagte erendlich, indem er die Klinge der Thüre faßte, ohne jedochdaraufzu drücken, „wagt ihr es nicht, eine Thüre zu öffnen?"(er machte sich immer noch etwas mit dem Schlosse zu thun)— „wagt ihr es nicht, ohne Licht die Treppe hinab zu ge-