überliefern mußte, und die Erinnerung an seine eben erlitteneBesiegung. Gar oft blieb er stehen, kreuzte die Arme aufder Brust, und rief sich alle Umstände in's Gedächtniß zurück,die ihn aus einem Hause vertrieben, das er durch lange Ge-wohnheit als sein eigenes betrachtete. Auch Alexis war vonschmerzhaften Gefühlen durchdrungen, und ihre letzte Unter-redung mit ihrem Vater war nicht so erfreulich, um sie wie-der anzuknüpsen, ehe seine Stimmung sich beruhigt hatte.Denn bei einem vortrefflichen Charakter, und trotz der inni-gen Liebe zu seiner Tochter hatte Alter und Mißgeschick demguten alten Ritter eine gespannte, leidenschaftliche Reizbarkeitgegeben, die ihm in seinen besseren Tagen unbekannt war.Seine Tochter und ein paar treue Diener, die ihm selbst beiseinen zerrütteten Vermögensumständen noch folgten, suchtenseine Schwachheiten so viel wie möglich zu besänftigen und zumildern, und bedauerten ihn selbst, wenn sie darunter litten-Es dauerte lange, ehe er zu reden ansing, und dann be-zog er sich auf einen schon erwähnten Vorfall.
„Es ist doch sonderbar," sagte er, „daß Bevis lieber demJocolin und dem Soldaten folgte, als mir."
„Gewiß bemerkte seine Spürkraft in jenem Manne einenFremden, dem er vorsichtig nachgchen wollte, und deßwegenblieb er bei Jocolin," erwicderte Alexis.
„Nicht doch Alexis," antwortete der Ritter Lee, „weil meinGlück geflohen ist, so verläßt er mich auch. Es gibt in derNatur gewisse Gefühle, die sich sogar auf den sogenanntenInstinkt unvernünftiger Thiere erstrecken, und sie das Unglückfliehen lehren. Selbst das Wild stößt einen kranken oder ver-wundeten Bock aus der Heerde. Verstümmle einen Jagdhund,und die ganze Kuppel wird ihn anfallen und zerreißen. Fischeverschlingen andere von ihrer Gattung, wenn jene beschädigtWovdstock. I. 5