so geschah es doch in lauter Lieb' und Freundschaft, und lie-ber sind sie mir, als die blutigen Thaten, die nun mit furcht-barem Ernste ausgeübt werden, seitdem das preöbpterianischeKäppchen die Bischofsmütze verdrängte, seitdem unsere from-men Pfarrer und gelehrten Doktoren, deren Reden so reichlichmit Griechisch und Latein gespickt waren, daß sie den Teufelhätten in Verwirrung bringen können, seitdem sie, sage ich,den Webern und den Schuhstickern und den anderen freiwil-ligen Predigern haben weichen müssen, wie wir — nehmt'Snicht für ungut — diesen Morgen haben hören müssen."
Mit unerwarteter Ruhe erwiedcrte der Independent: „Höremein Freund, ich will nicht mit dir streiten, wenn dir meineGlaubenslehre zuwider ist. Wenn Trommeln und Pfeifendein Ohr so sehr erfreuen, so ist es freilich natürlich, daß ihmheilsame und ernste Betrachtungen und Lehren nicht sehr lieb-lich zu tönen scheinen. — Aber komm', wir wollen jetzt indas Jägerhaus eilen, damit wir noch vor Sonnenuntergangunser Geschäft beginnen können-"
„DaS ist nun einmal aus mehr als einem Grunde rath-sam und vernünftig," antwortete der Förster; „denn manerzählt sich Dinge von dem Jägerhause, die schon manchenMann abgcschreckt haben, die Nacht dort zuzubringen."
„Wohnte denn nicht der alte Ritter und seine Tochterdort?" sagte der Independent. „So sagt es wenigstens meineInstruktion."
„Ja freilich wohnten sie dort," antwortete Jocoline; „undals sie noch eine glänzende Wirthschaft führten, da ging allesrecht gut, denn cs gibt kein wirksameres Mittel, Furcht undGeister zu bannen, als ein kräftiges Bier- Aber als die Be-sten von unseren Leuten in's Feld zogen und zu Naseby aufder Flucht erschlagen wurden, ha wurde cs den Ucbrigcn zu