so viel Aergcrniß an einem Maienbaum. Hättest du dochnur den Philipp Hatzeldien von Woodstock gekannt, das warder beste Maientänzer zwischen Orfort und Bourford."
„Um so viel schimpflicher für ihn," erwiederte der Inde-pendent; „hoffentlich wird er seine irrigen Wege erkannt ha-ben, und sich wie ein rechtschaffener Mann zu etwas Besse-rem bestimmt haben, als zu einem Jäger, einem Wilddiebe,einem Hanswurst, oder zu einem solchen ausschweifenden Ge-sellen, oder zu einem Zänker, hoffentlich wird er sich nichtmehr mit dem vermummten Lumpenpack, mit liederlichen Män-nern, mit leichtsinnigen Dirnen, mit Narren und Bierfiedlern,und mit allen dem Lumpengesindel eingelassen haben."
„Nun es ist gut," sagte der Förster, „daß Ihr gerade zurechter Zeit außer Athem kommt, denn da stehen wir gradevor dem berühmten Maienbaum vor Woodstock."
In einem freistehenden Wiesenplatze, schön umgeben vonhohen Eichen und wilden Feigen, stand von den übrigen ab-gesondert, eine ungeheure Eiche, welche die Nähe der anderenzu verachten schien. Die Zweige waren gespaltet und knotig,aber der mächtige Stamm zeigte, welche unermeßliche Größeder König der Bäume in den Forsten des fröhlichen Englanderreichen konnte. „Das nennt man die Königseiche," sagteJocoline, „und die ältesten Männer von Woodstock könnennicht sagen, wie alt sie ist. Man sagt, König Heinrich hättemit der schönen Rofamunde darunter gesessen, und die Mäd-chen hätten dann um Bänder vor ihnen getanzt, und dieBauernbuben um Mützen Wettläufe^gehalten."
„Daran zweifelte ich setzt einmal nicht, Freund," sagteTomkinS, „denn ein Tyrann und eine Buhlerin waren rechtpassende Beschützer solcher Eitelkeiten,"
„Sprich, wie du willst," erwiederte der Förster, „aber laß