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am Fuß der Gisuläfluc, deren sanft gebogenes Fclsenhorn im Wieder-schein des Abendgcwvlks über das Thal leuchtete.
Jsenhofcr hatte Zeit genug, die heitern Umgebungen zn be-trachten, und seinen Einbildungen und Gefühlen ungebundenesSpiel zn gönnen; denn Gangols kehrte erst nach einiger Zeit zu-rück, da draußen schon die Sterne, im Zimmer des ThurmcS schondie Hellen Lampen brannten, und von der Dienerschaft der Tischmit Wein und Speisen besetzt war.
„Du hast Langeweile gehabt, Freund Zscnhoscr!" sagte derJunker, als er ins Zimmer trat: „Aber seit Neujahr sah ich dasväterliche Haus und die Stadt nicht. Zn Brugg hättest dn fröh-lichere Unterhaltung gehabt, wärest du dort geblieben!"
— Ihr irrt Euch. Ich bin nie in schlechterer Gesellschaft, alsin großer; nie in besserer, als in keiner. Habt Ihr Enerm VaterNcde abgewonnen? Wie verließet Ihr ihn?
„Wie du ihn sahst!" erwiedcrte der Zunkcr mit dem Ausdruckgeheimer Besorgniß: „Zch folgte ihm bis zur Thür des oberstenSaales. Ich redete ihn an, bat ihn um Gehör. Er schüttelteden Kopf, wies mit der Hand zurück, und sagte: „Morgen!"Dies war sein einziges Wort, und damit schoß er sich ein. Esist etwas Fremdes in ihm, oder an ihm. Zch erkenne von außennoch die väterliche Gestalt; aber es ist in diese ehrwürdige Be-hausung seines Geistes ein unbekannter Gebieter eingczogcn."
— Puh! rief Jsenhoser, und stellte sich, als schüttle ihn Fieber-frost: DaS wäre, so wahr ich lebe, Scclenwanderung vor demTode Zagt mir keine Furcht ein; es ist Nacht und in Eurer tau-sendjährigen Burg vielleicht sonst nicht ganz geheuer. — Scherzbeiseite oder untern Tisch! Hättet Ihr lieber den Arzt, oder dasHausgesinde, oder andere Leute befragt, die in der Nähe desalten Herrn leben, was ihm in Eurer Abwesenheit begegnet sei?Denn er scheint mehr am Gemüth, als am Leibe erkrankt.