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Dir leben, der Du mir erwarbst
Ein ewig Leben; der Du starbst,
Damit ich Gottes wurde.
Dir, mein Versöhner, Jesus, Dir,
Sei ewig Dank und Ehre!
Gib, daß ich ewig Dir dafürAls Opfer angehöre.
Bin ich durch Deinen Tod, nun Dein:
Getrost kann ich im Tode sei»,
Getrost einst im Gerichte.
Nun, mein Erbarmcr, das will ichVon Deiner Gnade hoffen.
Don Dir erlös't, seh' ich für michDes Himmels Pforten offen.
Am Ende meiner Pilgrimschaft
Weiht mich Dein Tod mit neuer KraftZur Freude schön'rer Welten!
^ag der Wehmuth — Tag der Wonne! Feiertag des Todesineines Jesu! du nahest heran, und meine Seele bereitet sich,dich würdig zu begehen. Denn unter allen wichtigen Tagen desJahrs bist du einer der heiligsten. An dir feiere ich das Festmeiner Erlösung und der namenlosen Liebe Jesu, die auch fürmich freudig in den Tod ging.
Es ist mir, als rüstete sich die ganze Natur, dies Fest zuverherrlichen. Sic schmückt die Thälcr mit dem ersten Grün,die Hügel mit den ersten Blumen; die Lüfte ertönen von denersten Gesängen der Vögel. Ein neues Leben weht warm undlieblich durch die lang erstorbene Schöpfung, und die HerrlichkeitGottes strahlt glänzender mir aus seinen Werken entgegen.
So lag, ehe Jesus erschien, ehe Jesus sich opferte, die Gei-sterwelt gleichsam erstarrt in todter Wintcrnacht. Die Mensch-heit wankte unter Finsternissen und Jrrthümern dahin. Kein Strahlder Offenbarung leuchtete herüber zu uns aus dem geheimnisi-