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Nie, nie soll mein Vertrauen wanken,Zm tiefste» Elend will ich danken,Das tiefste Elend kommt von Dir!Bon Herzen kannst Du nicht betrüben;Du kannst, o Liebe, nichts als lieben,Du sorgest für uns mehr, als wir.

2^>arum, o mein Herz, betrübt dich dein Schicksal so oft? Warumstiebst du mißvergnügt auf das Glück von tausend Andern, undbeklagst dich, daß du nicht im Besitze desselben bist? Warum wei-nest du über dein Mißgeschick, und beseufzest, daß du gleichsamzum beständigen Kummer in der Welt geboren bist? Wie?bist du auch wirklich in so hohem Grade beklagenswürdig, als duglaubst? Möchtest du dein Loos mit demjenigen vertauschen,was tausend und tausend Andere empfangen haben?

Du sprichst: Ich bin nicht glücklich, denn fast Alles, was ichunternehme, mißlingt mir; alle meine Sorgen und Arbeiten füh-ren roch zuletzt niemals zu dem erwünschten Ziel. Wie vielTräume habe ich mir schon von meiner Zukunft gemacht; ach,niemals sah ich sie ganz, wie ich erwartete, erfüllt. Zch habeunzählige Entwürfe gemacht, meine Lage oder die Lage der Wei-nigen zu verbessern; aber vergebens. Es wollte nichts gelingen.Ich klopfte an vielen Thürcn an; keine wurde mir aufgethan.Immer betrog ich mich in meine» Aussichten; immer ward ich inmeinen sehnlichsten Wünschen und Erwartungen getäuscht.

Wahr ist es, wie du klagst. Aber deine Klage ist die Klagealler Menschen, welche mit Ungestüm etwas verlangen, das ihnendas höchste Gut zu sein scheint. Sic sehen, wollen, hoffen nichts,als was sie sich vorgcsetzt haben. Mit Eigensinn hangen sic daran,und vergessen, was sie doch anderes Gutes schon besitzen, dasviele ihrer Mitmenschen entbehren müssen. Was sic haben, wird