Druckschrift 
2 (1853)
Seite
426
Einzelbild herunterladen
 

426

©ünber; gehe hin uni füntoige hinfort nid;t mehr,fucr erlernten wir bte mädjtige fScbmgung, unter wefäer undVergebung ber ©iinben jugcftc^crf ift. Sad 9tfätutebrfünblgenift bie SSieberfehr jut ©nabe ©otted unb sunt ©eeienfrieben.

SS ift eine ber unwiirbigficn unb barum unrfätigjtcn SSor*fiettungen, welche ntan ffä »ott ©ott macht, wenn mau ihm un»cblc, mcnfc^Itc^e Seibcnfäaftcn anbfätet, wenn man ffä cüibii»bet, ©ott jüritc! 9icin, ©ott jürnct nicht. ©r fai; unferegehler, che wir fte begingen, ©o ft'etjt attd; ein irbifäcr Sßater,wenn gleich nicht mit »oder Siarheit, »oraud, wie fcinSinb oftfesten werbe. Siber nur ber fäwache Tic nfä jiirnt; ber Sitter»hciligfic nie. Sonnten in ber ©ottheit menfälfäc ©mpfinbun»gen ftatt haben: fo würben wir nötiger fagen, ©ott habe SJfit»leiben unb bebaure ben ©ünber. Senn biefer bat immer Hoff-nung jur Vergebung, immer Slnthcit an ber ©nabe bed Sitt»»aferd; aber er »erfämäht fte. Ser 97?enfd) jürnt ffä aifo bttrd;bie ^Beibehaltung feiner gebterbaftigfeit feiber. ©r fäabct nurffä. ©r jertritt bte ©nabe, bie ihm bargeboten wirb. Sarumift er fortbauernb unglüdifä, barum »Otter ewig reger Unruhe,unb er finbet feinen gricbcn, bid er ben beffern 25cg wählt,ncimifä ©rhebung feines ©ernütbd bttrd) Sttgcnb.

Sibcr bad »ergangene Scbett ift »erlebt, unb bad begangene5ßerbrcd;ctt ift »erbrochen, ©ott felbjl macht, was gefächen ift,nie ungefächen. Hätteft bit früher angefangen, gottfclig unbebei äu fein: heute wäreft bu, nifä im ©taube fäon, ein »ott»enbeter, auch ju hohem S5otifommcnheiten reiferer ©eift. Siedhaft bu butfä bciit bisheriges lefätfinnigcS Treiben »erfäcrjt.Sic SBergangcnhcit haft bu »ertoren; nur bieSufunft bleibt btrnod;. ©nabe haft bu bei beiner fScfferung ju hoffen unb 33er»gebung, aber ©ott ift fo gerecht, ald er barmhcrjtg ift. Sr»warte »on feiner £ulb feinen hohem Sohn, afd bu »pobimft, ©t