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Set Slenfcb ifl fo fuejitepttg, fo iefrfjränfi! 9 ti<bt bet äftenfcpeinmal wagt cS, »oin Slcnfcpen ju forbern, er foltc niemalsirren. 2 Bie benn, mein §>erä, wenn bu wirtlich aus Unwtffcn«beit gefehlt pättefl: warum pörft bit nicht 3 efu (Debet am $rcujfür btejentgen, welche ipti atS SKiffetpäter sunt Sticptplaf fcplepp»ten; „Sater, »ergib ihnen, benn fie wiffen nicht, wasfictpun!" (Suf. 23 , 34 .)
Ser Stcnfcp ift fo furjftcptig, fo befebränft! Oft ntuf er ftcf>5u ganbluttgen plöpltch entfcpliefen, ehe er nur 3cit hat, ftc 51tprüfen. ©r glaubte baS 3 tecbtc unb @ute ju wählen, unb tonnteötetleicpt baS liebte wählen. @ott rietet ben SBitten, (Sottrichtet ben Sinn. ©r forbert niept Slllwtffcnheit »01t ben fet;wa*eben Sterblichen, fonbern baf er baS Seite tbue unter beit Unt*ftänben, in welchen er fiel; eben beftnbet; nicht baS Seite nachgöttlicher ©inftept, fonbern bas Seite unb ©crcchtefie nach«nfern fchwachcn ftenntniffen. Unb wenn wir bann wirtlichirren — tann (Sott, ber weife Sater, bcS armen ftinbeb jürnen,welches beim heften SBittcn fehlte?
Ser SDtenfch ift furjiteptig unb befebränft! — Oft tann unbbarf er nicht nah eigenen ©inftepten panbeln; oft fehlen ftc ihmganj, unb eS wirb tpin jur ffücpt, im Scrtrauen aufSBort unbSpat unb §anblnngswctfc berjenigen ju urtbeilcn unb 51t gehen,bic bisher feines SertrauenS würbig waren. ©S wirb ihm jurW»ht, bem rechtfchaffencn -Kann feiler 51t glauben, als bent*fettigen, ber aus ©igennujj, Scibenfcpaft, SErojj ober SoSpeit juhanbeln pflegt. 2Bie, unb wenn ber ©brifi bann bocp fiep ein*mal burep fein Sertraiten 511111 Sccptfcpaffcncn getäufept fiept —wenn er burep btefeS Sertraiten 51t einem falfcpen ©epritt »er*leitet wäre: hätte er an ber Sarmper5igteit bcS 2111 batmherjigen5u sweifeln? — Stein, 0 (Sott, Su weift es, hier war nicht