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2 (1853)
Seite
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welcher beurteilt, beregnet, unb bad 9!üpcfjc fuebt. Socbimmerbar mufi unb fott bte Siebe bed Sttüpcben untergeorbnetbleiben ber Siebe beffen, wad reibt unb gut ifl, unb bie Stugenbhöher flehen, ald bie flugbeit. Sem SBevflanbe untergeorbnetunb oon ibnt beberrfebt fei bie ©inbilbungdfraft unb bad ©effibl.Socb nur ^errft^cn fott er, nicht aber unterbrüefen unb ertöbten.©in febteröafted SSerbättnif in ber ©tärfe unb Orbnung ber©enüitbdöermögen ifl einer getftigen SSerlrüpplung gtct^> unb bieerfle Quelle fpcitern Unbeild. ©in Mangel sengt ben anbern.

Saber ifl felbft febon eine cinjige unrichtige35or*flellung hinlänglich, grofed Uebet ju fliften. Sennin ber engen SSerbinbung aller unferer SJorfletlungen leiben altebureb bie ©ebulb ber erjtern, bie unrichtig war. ©ie bergiftetbie ibr nacbfle unb »crwanbtefle; biefe bie übrigen. Sie 3for=ftellungen aber, welche wir »on ben Singen haben, leiten itnfereScgierbe. ©ine falfibe Sorflcttung ifl bie SÄutter einer fallenSegierbe; unb bie Untauterteit unferd SSegebrcnd erjeugt bad©träfliibe unferer foanblungen. fönnen wir auch gleich ben 3rr=tburn an ficb fetne ©ünbe nennen, fo ifl er boeb etn gebier bedSßerflanbcö unb nicht feiten ber Urheber ber größten Ucbel. trauriggenug, wenn uns erfl ber ©ebaben ber ©rfabrung jur ©rfenntnif?unferd grrtbumd führt, ©d tbmt baber biejenigen nicht wohl,welche gegen bie beffere ^Belehrung beS SBolfS, gegen bie 5Ber»niebtung berrfebenber Soritrtbeile, gegen Aufhebung beö Slber»glaubend eifern. fWöge ein Srrtbum noch fo unfcbäbltcb jn feinfebeinen: er ifl eine Sefcbräntung bed SSerjtanbed; er ifl ein geh*ler bed IBorflcttungdbermögend, unb jeher gehler leitet ju geblern.Sad SBorurtbeit, welcbed in einem gatte febr nüjjticb fein f«nn,ifl in bunbert anbern SJerbinbungcn, bie eueren Singe entfcblüpfcn,notbwenbig SBerberben fübrenb. 9litr bie SBabrbeit ifl gut; nur fiefleht im ©intlange mit (Sottbeit, Statur ber Singe unb ÜDtenfcben*