Druckschrift 
2 (1853)
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

bann »ergißt eine ©tabt über ihren 9tu$en bic SBoßlfahrt besgcfamnttcn SanbeS. Sann ift febeS Sorf mehr um ftcß fetbfl,als um bte ^rcbtnj bcfümntcrt, unb jcber fmuSöater mehr umfeinen fhof, als um bte 2lnfrcchthaltung ber ©emeüibe. SDiefe3wietracßt aus ©tols ober ©igennuj} tft bie SScrmefung unb 2lttf*löfmtg ber ©taaten. Sie Nachbarn fehen cS, unb bemächtigenfich mit leichter Sßcüße bcS wohlfeilen 3tanbeS.

©o ging cinft bas SSotJ ©otteß unter, welches 2)?ofcS »er«gebend au« SlcgpptenS ©fiaberei geführt hatte; cS fottte nunjttt fnechtfchaft »on Sabplon gehen. ©3 warb »crgebenS ausber ©efattgenfcßaft SabplonS geführt; bttreh innere ©äbrnngenunb Srrwürfniffe aufgetöfet, fiel es tn StotnS ©ewatt, unb bie2?urg ©ton unb fjerufalem, bie herrliche ©tabt, würben Slfchc.Sluch bieß 3Mf bewies bureb fein Seifpiel bie ewige SBahrhettber fficttgefchithtc, Sapferfctt fei wett gewöhnlicher, alß 2Betß*heit, unb tcichtcr, Unabhängigfeit unb einen hochgeachteten Hainenjtt erfäntpfen, als lange jtt behaupten. SÜBie gewaltig warb cSburch feine SBaffcn unter Sabib, wie reich «nb blüßcnb burchgcfchäftigen ©ewcrbfleiß unter ©atonton! Iber attß bent 2Bo&t*jtanb erwuchs Uepptgfeit, ©totj unb ©igenjtttn; barauS 3wie=traeßt ber ©tämmc. ©ie trennten ftch, befeinbeten fich, unbwürben fetbfl nicht feßeu, fSürgerblitt ju »ergießen, ©ie jertrntenbte ©efet^e unb »erfpotteten bte gcfchwornen ©ibc, hielten mitbeit frentben SBolfcrit lieber, als unter fich jufammen, unb »er*gaben beS ewigen SunbeS. Sa jtanb wciffageitb ScfaiaS auf,ber weife Prophet, unb fprach:SaS Sanb ift entheiligt »onfeinen ©tnwohnern, benn fte übergehen bas ©efcj}, unb äitbcrnbic ©ebotc, unb laffen fahren beit ewigen Sunbl Sarunt trifftber glucf; baS Sanb, benn fte »ctfchulbcn cS, bic barin wohnen.Santnt »erborren bte ©Inwohner beS SanbeS, baß wenig Seutcübrig bleiben." (3ef. 24, 5. 6.)

II.

2